12 von 12 im April

Das mit der Beitragsfrequenz muß ganz unbedingt wieder besser werden, sonst stehen hier am Ende nur noch “12 von 12”-Beiträge! Momentan kann ich meine Schreibfaulheit aber noch mit dem just erfolgten Jobwechsel entschuldigen. So etwas bindet bekanntermaßen Kapazitäten.

Mein Tag beginnt seit Anfang April deutlich früher als bisher. Das Schöne daran ist die Freiwilligkeit. Gleitzeit ist super!

Die erste Sorge des Tages gilt den im März noch nicht geschlüpften Tomatenkindern, die inzwischen kurz vor der Pubertät stehen.

Tomatenkinder
Tomatenkinder

Die S-Bahn-Station ist immer noch Baustelle, aber im nächsten Monat soll alles endlich fertig sein. Mal sehen, ob’s klappt.

Baustelle
Baustelle

Mein neuer Arbeitsweg führt am Stintfang vorbei. Auch von meinem neuen Büro aus kann ich die Glasenuhr im Glockenturm hören…

Am Stintfang

… und “Rickmer Rickmers”, “Cap San Diego” und Elbphilharmonie sehen. Hach. Hamburg.

Am Stintfang

In unmittelbarer Nachbarschaft gibt sich Deutschlands nördlichster Weinberg frühlingshaft.

Am Stintfang

Am Schreibtisch sind verschiedene Kleinigkeiten zu erledigen, die gestrige ganztägige Schulung zu verdauen und dann sind da noch diverse Ordner und Mappen, deren Inhalt mich dem künftigen Verantwortungsgebiet näherbringen soll. Bei soviel Input vergeht die Zeit wie im Flug.

Da ich noch verabredet bin, mache ich einigemaßen pünktlich Feierabend. Auf der Suche nach dem Geldautomaten entdecke ich eine grüne Tauschzelle.

Tauschzelle
Tauschzelle

Bis zu den “Tanzenden Türmen” und der U-Bahn-Station St. Pauli sind es von dort aus nur ein paar hundert Meter zu Fuß.

Tanzende Türme
Tanzende Türme

Weiter geht’s in die Schanze, Frau Sinnundverstand und Herrn Buddenbohm treffen.

Schanze
Schanze

Danach mache ich mich auf den Weg nach Hause.

Heimweg
Heimweg

Ein paar Schritte weiter wird’s gelb. “Nichts reimt sich auf Forsythie”.

Das gelbe Grauen
Das gelbe Grauen

Die letzten beiden Bilder stammen aus dem Balkongarten: Erbsen, Radieschen…

Erbsogram
Erbsogram

… Rosmarin und Schnittlauch starten nach der Wärme des letzten Wochenendes durch…

Schnittlauch
Schnittlauch

… die Erdbeeren scheinen dagegen noch skeptisch und ob der Thymian wirklich durch den Winter gekommen ist, wird sich wohl in den nächsten Tagen entscheiden.

Ich bastele mir ein Abendessen, diesen Blogbeitrag und begebe mich anschließend rechtschaffen müde mit einem Buch in die Horizontale.

Fortsetzung folgt (im Mai).


“12 von 12” ist ein Fotoprojekt für Blogger, wobei es mittlerweile auch viele Mitstreiter ohne Blog auf Twitter und Instagram gibt. Die gemeldeten Blogeinträge des heutigen Tages werden hier gesammelt.

Reklame

Für alle, die es noch nicht mitbekommen haben: Ich stehe seit dieser Woche wieder in Lohn & Brot! Und nicht irgendwo, sondern bei einer Bundesbehörde mit rund 500 Mitarbeitern am Standort Hamburg (und rund 850 insgesamt), dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie. Das ist ganz schön spannend, wenn man bisher nur die (sogenannte) freie Wirtschaft und Betriebsgrößen bis ca. 50 Kollegen gewohnt war.

Wir kennen den echten Norden

Insbesondere die Orientierung, sowohl im Gebäudekomplex als auch in den Strukturen, ist nicht ganz trivial. Ich weiß zwar in etwa, welche Aufgaben das Haus im einzelnen hat, aber die Details sind noch einmal eine ganz andere Sache. Da trifft es sich günstig, daß am 21. April 2018 anläßlich des 150. Jahrestags der Eröffnung der Norddeutschen Seewarte ein Tag der offenen Tür anberaumt wurde. Das Haus in der Bernhard-Nocht-Straße 78 ist von 10 bis 17 Uhr geöffnet, es wird ein Kinderprogramm angeboten und an den St. Pauli Landungsbrücken lädt eines der drei hauseigenen Vermessungs-, Wracksuch- und Forschungsschiffe zum Open Ship.

BSH, BSH, wie tief ist das Wasser?

Der Deutsche Wetterdienst nebenan macht übrigens auch mit.

Hast Du das auf dem Schirm?

Kommt alle!

12 von 12 im März

Und wieder ist er da, der Zwölfte. März! Hat das Jahr nicht gerade erst… schon gut, schon gut. Ich hör ja auf.

Es ist ein untypischer Montag, weil ich zurzeit zwischen Baum (= alter Job) und Borke (= neuer Job) hänge. Voraussichtlich ab April wird sich mein Tagesablauf entscheidend ändern und ich bin schon sehr gespannt darauf. Heute kann ich es dagegen noch ruhig angehen lassen.

Kindergarten

Die kleine Wasserflasche auf der Fensterbank ist ein untrügliches Zeichen dafür, daß ich mit der Tomatenanzucht begonnen habe. Offensichtlicher sind nur noch die beiden als Wachstumslampen dienenden Neonröhren, die jeden Morgen pünktlich um 6 Uhr anspringen, Zeitschaltuhr sei Dank.

Kindergarten
Kindergarten

Die Tomatenkinder haben sich allerdings einen anderen Tag zum Schlüpfen ausgesucht. Angesichts der Wetteraussichten kann ich ihnen das kaum verübeln.

Irgendwas mit Seekarten
Irgendwas mit Seekarten

Im Wohnzimmer liegen derweil grob sortierte Stapel mit Seekarten herum – eine Wochenendbeschäftigung, die noch des Abschlusses harrt.

Appe Kappe
Appe Kappe

Zunächst geht es aber zum Einkaufen. Ich stutze über ein Fundstück im nachbarlichen Vorgarten.

Frühlingsboten
Frühlingsboten

Im Supermarkt will man mit Blumen und bunter (Oster-)Deko Frühlingsgefühle wecken. Klappt heute eher so mittel.

HVV-Card
HVV-Card

Gegen Mittag mache ich mich auf Richtung Schanzenviertel. Am Automaten teste ich meine brandneue HVV-Card. Die ist leider nicht vergleichbar mit der Londoner Oyster Card; das Tarifsystem bleibt deutsch-kompliziert. Der bargeldlose Erwerb der gewünschten 2 Zonen-Wochenkarte klappt immerhin reibungslos.

Slàinte!
Slàinte!

In der Schanze bin ich zum Mittagessen verabredet. Die Runde ist lebhaft und die Portionen sind reichlich. Zum Nachtisch gibt’s Schnaps (bzw. Likör)…

Cohen+Dobernigg
Cohen+Dobernigg

… und einen kurzen Blick auf das stets verlockende Angebot der freundlichen Buchhandlung vor Ort.

Wetter
Wetter

Auf dem Weg nach Hause schiebe noch eine Besorgung ein. Der Blick auf den Telemichel verrät: So richtig hell wird es heute nicht mehr.

Der blonde Hans
Der blonde Hans
Der Glitzer ist geblieben
Der Glitzer ist geblieben

Abends geht es zum Social Media-Kulturstammtisch ins St. Pauli-Museum. Beim #SMSKulturHH tauschen sich vornehmlich im Kulturbereich tätige Social Media-Menschen (bzw. im Social Media-Bereich tätige Kulturmenschen) aus. Die Veranstaltungen sind aber auch für privat Aktive und Interessierte offen und finden an wechselnden Orten statt.

Jan Himp und die kleine Brise
Jan Himp und die kleine Brise

Wieder zuhause angekommen, widme ich mich zum Abschluß des Tages einer Bildungslücke. Das Buch steht schon seit einer ganzen Weile in meinem Regal und hat mindestens zwei Umzüge mitgemacht, nur zum Lesen bin ich bisher nicht gekommen. Aber jetzt!

Fortsetzung folgt (im April).


“12 von 12” ist ein Fotoprojekt für Blogger, wobei es mittlerweile auch viele Mitstreiter ohne Blog auf Twitter und Instagram gibt. Die gemeldeten Blogeinträge des heutigen Tages werden hier gesammelt.

In Concert: Kimmo Pohjonen mit “Ultra Organ” in der Elbphilharmonie

Kürzlich berichtete ich von einem “Blind Date” im Kleinen Saal der Elbphilharmonie. Vor einigen Tagen wiederholte sich für mich diese Erfahrung, und zwar durch ein quasi geerbtes Ticket für das Konzert von Kimmo Pohjonen.

Über Pohjonen wußte ich zuvor lediglich, daß er Finne ist und Akkordeon spielt. Da springen einem ungefragt sofort diverse (Tango-)Klischees ins Kopfkino. Pohjonen und seine Crew, bestehend aus Mikko Helenius (Orgel), Tuomas Norvio (Elektronics) und Otso Vartianen (Licht), zerlegten diese in rund 70 Minuten vollständig. “Ultra Organ”, so der Titel des Werks, kombiniert (die Elbphilharmonie-)Orgel mit einem über weite Strecken tonverfremdeten Akkordeon, Gesang und Stimme, elektronischen Elementen und Samples. Einen wesentlichen Beitrag zur andersweltlichen Atmosphäre des Abends trug dazu das Lichtdesign bei. Man wähnte sich zwischenzeitlich in einer eiszeitlichen Höhle, den Gesängen eines Schamanen lauschend, dann wieder auf weiter Fläche, dann wieder in einer Kathedrale.

Ob das Gehörte handwerklich Weltklasse war, vermag ich nicht zu beurteilen. Ich habe klangveränderte Klaviere, Stimmen, Gitarren und Harfen erlebt und gemocht; bei Kimmo Pohjonen und seinem Hightech-Akkordeon sprang der Funke nicht ganz über. Beim Gesamtkunstwerk “Ultra Organ” hingegen schon. “Ist das nun sakral oder eher teuflisch?”, fragt das Programmblättchen. Das sind in diesem Fall wohl irrelevante Kategorien. Es reicht vollkommen, zu sagen: Es war in jeder Hinsicht beeindruckend.

In Concert: Helge Schneider in der Elbphilharmonie

Ich bin leidenschaftliche Verfechterin der musikalischen Vielfalt in der Elbphilharmonie und habe diese Position an dieser und an anderen Stellen bereits mehrfach verteidigt. Warum also nicht auch Helge Schneider und Band mit ihrer gekonnten Mischung aus (Jazz-)Musik und Klamauk im Großen Saal antreten lassen, zwei ausverkaufte Abende lang!

Schön schräg war’s, und als ich schon dachte, schräger wird’s nicht mehr, stieg Helge Schneider hoch zum Orgelspieltisch und holzte sich mehr schlecht als recht durch “Auf der Reeperbahn nachts um halb eins”.

Nun hatte ich erst ein paar Tage zuvor anläßlich des “Tags der Orgel” an einer Präsentation der Elbphilharmonie-Orgel durch Thomas Cornelius teilgenommen. Wir lernten dabei, daß die über 4.700 Pfeifen auf sechs Ebenen aufgeteilt sind: Chorwerk, Hauptwerk, Schwellwerk, Solowerk, Großpedal und Fernwerk. Das Fernwerk befindet sich im Klangreflektor über der Bühne; das ist dieser runde Pilz, aus dem bei Bedarf auch Lautsprecher abgeseilt werden können. Die längste, hölzerne Pfeife ist über 10 Meter lang und erklingt mit 16 Hertz – ein sehr tiefes Wummern, irgendwo in der Magengegend spürbar und kaum als Ton zu identifizieren. Die kürzeste besteht aus einer Metalllegierung, mißt 11 Millimeter und ihre 15.600 Hertz nimmt man als sehr hohes Fiepen wahr – wenn man die Frequenz überhaupt hören kann (ich konnte – Hörtest bestanden!). Zu den zahlreichen Besonderheiten gehört, daß die metallenen Orgelpfeifen mit einer speziellen Beschichtung versehen sind. Sie können daher angefaßt werden. Das ist normalerweise tabu, weil es den Klang beeinträchtigt. Und was für ein Klang das ist, wenn jemand am Spieltisch sitzt, der dieses Instrument wirklich gut kennt! Absolut irre. Mir stehen immer noch sämtliche Nackenhaare zu Berge, wenn ich nur daran denke.

Zurück zu Helges Ausflug an die Pfeifen. Nein, für ein solches Spektakel hat Philip Klais dieses Ausnahme-Instrument ganz bestimmt nicht gebaut und ja, es war zweifelsohne ein Sakrileg, was Helge Schneider damit angestellt hat. Aber was für ein Spaß! Das halten Haus und Saal aus. Und die Orgel erst recht.

Nachtrag

Worüber ich in den letzten 14 Tagen bisher nicht gebloggt habe:

  1. HAM.LIT 2018,
  2. das “Blind Date” im Kleinen Saal der Elbphilharmonie,
  3. Christian Löffler bei “le concert abstrait” im Planetarium Hamburg.

HAM.LIT, die “Lange Nacht junger Literatur und Musik”, ist grundsätzlich super. Nur platzt die Veranstaltung langsam aber sicher aus allen Nähten. Das Gedränge nahm zwischenzeitlich ein Ausmaß an mit dem ich nicht kompatibel bin. Mein persönliches Highlight war der Auftritt von Hundreds im Ballsaal des Uebel & Gefährlich. Schade nur, daß ein Großteil der Anwesenden die komplette Performance zerquasselte. Sie verpaßten auf diese Weise die mutmaßlich einmalige Gelegenheit, Hundreds-Klassiker in einer aufs Wesentliche reduzierten Fassung für Klavier und Gesang zu genießen.

Beim “Blind Date” in der Elbphilharmonie kauft man für 25 Euro die Katze im Sack. Alles ist möglich: Klassik, Kammermusik, Jazz, Folk, Elektronik; weitere Vorinformationen gibt es nicht. Der zweite Termin der neuen Reihe wurde von Remy van Kesteren bestritten, einem holländischen Harfenisten. Van Kesteren entspricht so gar nicht dem Klischee, daß diesem Instrument anhaftet und spielte sowohl eine Konzert- als auch eine Deltaharfe solo, geloopt und mit elektronischen Elementen. Nur eine Handvoll Besucher des komplett ausverkauften Saals verließen diesen vorzeitig – völlig legitim, man kann bei einem Blind Date eben auch mal daneben liegen. Der Künstler nahm es sportlich; die Mehrzahl blieb und spendierte Standing Ovations. Im Eintrittspreis ist ein Freigetränk enthalten, als Anregung, sich nach dem Konzert an der Bar mit dem oder den Künstlern austauschen zu können. Das ist leider nur ein theoretischer Wert, denn auch der kleine Elphi-Saal faßt noch zu viele Menschen, als daß dies in aller Ausführlichkeit möglich wäre. Zudem ist das nach den Renovierungsarbeiten wieder in vollem Umfang zugängliche Foyer baulich nicht gerade ideal dafür. Trotzdem, eine hochgelungene Veranstaltung! Ich bin nach Möglichkeit wieder dabei. Und Remy van Kesteren kommt auf meine Liste.

Und Christian Löfflers Auftritt bei “le concert abstrait”? Ich machs kurz: Prädikat “besonders planetarisch”.

12 vom 12 im Februar

Es ist ein bißchen still geworden an dieser Stelle in den letzten Tagen, was verschiedene Gründe hat. Da kommt “12 von 12” gerade recht, um die Beitragsproduktion wieder anzukurbeln.

Schneetreiben
Schneetreiben

Das Wetter verspricht laut Vorhersage, bunt zu werden. Am Morgen ist es erst einmal weiß. Ich habe ein paar Besorgungen zu erledigen und mache mich nach dem Frühstück auf dem Weg zu meiner Hausarztpraxis. Als ich kurz nach Anfang der Sprechstunde dort eintreffe, hat sich das Wartezimmer bereits aufs Treppenhaus ausgeweitet. Ich mache auf dem Absatz kehrt und begebe mich zu meiner nächsten Station Richtung Innenstadt.

Ohne Moos nix los
Ohne Moos nix los

An der U- und S-Bahnstation Jungfernstieg begegnet mir ein kreativ plaziertes Stück Kapitalismuskritik.

Apfelkram
Apfelkram

Da ist es irgendwie stimmig, daß ich auf dem Weg ins Apfelhaus bin, mit einem klitzekleinen Apfelproblem. Seit ich äpfele, und das ist jetzt schon eine ganze Weile, ist es das allererste Problem, mit dem ich zum Support muß. Erfreulicherweise ist die Sache innerhalb von Minuten geklärt und kostet mich keinen Cent.

Schlump
Schlump

Die nächste Station befindet sich nahe des U-Bahnhofs Schlump. Wer am Schlump ausgestiegen ist, merkt das spätestens, wenn er auf der Ausgangsebene angelangt ist. Der intensive Kräuterbonbon-Lakritz-Geruch, der vom “Süßen Pavillon” in der Bahnhofshalle ausgeht, ist ein eindeutiges Identifikationsmerkmal.

Katzentempel
Katzentempel

Mein Weg führt mich am Café Katzentempel vorbei. Dem würde ich zu gerne einen Besuch abstatten. Da ich aber auf manche Katzen (nicht auf alle!) allergisch reagiere, mache ich das Foto lieber von draußen.

Auch die zweite Besorgung ist schnell erledigt. Um die Mittagszeit geht es nochmal los zum Supermarkt.

Frühlingsboten
Frühlingsboten

Die Schneeglöckchen im Schrebergarten sind schon nicht mehr ganz frisch. Dabei ist nach dem viel zu warmen und nassen Januar jetzt endlich der richtige Winter eingezogen. Mit wenigstens ein bißchen Schnee.

Badmini
Badmini

Ich passiere einen Parkplatz und schmunzele über dieses Batmobil.

Schwan
Schwan

Nicht alle Hamburger Schwäne sind im Winterquartier. Dieser wohnt ganzjährig am Harzloh.

Helau & Alaaf
Helau & Alaaf

Ein Zugeständnis an das Datum: der Baileys-Berliner zur Kaffeezeit.

Impfbuch
Impfbuch

So gestärkt wage ich einen zweiten Anlauf beim Hausarzt. Im Moment habe ich noch die Muße, mich für die fällige Impfauffrischung eine knappe Stunde ins Wartezimmer setzen zu können. Impfskeptiker sind mir ein komplettes Rätsel. Wer im 21. Jahrhundert lebt, Zugang zu Impfungen hat und trotzdem an Tetanus krepieren will: nur zu. Vielleicht reicht es ja zu einer Sondererwähnung bei den Darwin Awards. Apropos: Charles Darwin wäre heute 209 Jahre alt geworden.

Glücksbringer
Glücksbringer

Auf dem Weg finde ich ein Zwei-Cent-Stück auf der Straße. Es ist bereits der zweite Glücksmünzenfund des Tages. Ich kenne jemanden, der sich sehr darüber freuen wird.

Schneetreiben
Schneetreiben

Als ich die Praxis verlasse, wird es schon dunkel. Und es schneit wieder.

Den Abend verbringe ich mit kleineren Aufräumarbeiten, einem Süßkartoffelsüppchen und einem Film.

Fortsetzung folgt (im März).


“12 von 12” ist ein Fotoprojekt für Blogger, wobei es mittlerweile auch viele Mitstreiter ohne Blog auf Twitter und Instagram gibt. Die gemeldeten Blogeinträge des heutigen Tages werden hier gesammelt.

An diesem Tag

Man kann über Facebook behaupten, was man will, aber es kann extrem praktisch sein. Gerade zu Kommunikationszwecken. Eines meiner Lieblingsfeatures ist die Erinnerungsfunktion, “An diesem Tag” (“On this day”) genannt. Da kommt, das kann man so einstellen, morgens um kurz nach 8 Uhr eine Pushmeldung aufs Telefon, die einem zeigt, was heute vor einem Jahr war. Oder vor zwei Jahren. Oder drei. Das beinhaltet natürlich nur das facebookeigene Gedächtnis, aber wenn man wie ich regelmäßig dort postet, und sei es nur den Link zum neuesten Blogartikel, kommt an manchen Tagen ein interessantes Mosaik zustande.

Die Liste von heute morgen:

Es hat eine Weile gedauert, bis Isabel und Maximilian mich zu einem Auftritt bei “Was machen die da” überreden konnten und es war ein ziemlich merkwürdiges Gefühl, auf diese Weise in der Netz-Öffentlichkeit zu stehen. Gar nicht so angenehm im ersten Anlauf.

Als die ersten Reaktionen eintrudelten, verschwand mein Unbehagen jedoch schnell. Ich lernte gleich eine ganze Reihe neuer Leute kennen, bekam viel Anerkennung, führte einige Diskussionen über Teile des Inhalts und meiner im Text geäußerten Meinung und begriff überhaupt nach Jahren erstmalig, daß das, was ich da gemacht habe, ein ziemlich außergewöhnlicher Job war. Etwas, auf das man stolz sein kann, etwas, was nicht jede(r) kann und macht. Aus meinem Tunnel heraus kam es mir gar nicht so vor, zumal zum Zeitpunkt des Interviews nicht, irgendwann zwischen Tagesgeschäft, Katalogredaktion, Messevorbereitung und den übrigen Widrigkeiten des Arbeitsalltags.

Was seinerzeit angestoßen wurde, auch bezüglich meines Selbstverständnisses, hat Wellen geschlagen. Und es nutzt mir gerade im Moment, denn den Job gibt es mittlerweile nicht mehr und so forsche ich zurzeit nach einer neuen Nische. Der Möglichkeiten sind erfreulich viele, ich ermittele gewissermaßen in alle Richtungen und die ersten Resonanzen sind vielversprechend. Die für mich erreichbaren Dinge mit Meer, Schiff und/oder Seekarten(-daten) sind dabei besonders rar gesäht, aber ich bin an einigem dran, die Grundidee ist ja weiterhin charmant. Auch aus diesem Grunde nutze ich die Gelegenheit, den Artikel aus dem (Facebook-)Archiv ins relative Rampenlicht des Susammelsuriums zu holen.

Wie sagt man so schön im Angelsächsischen? To whom it may concern.