Hattrick

Und so ergab es sich also, daß per Stand heute Tickets an meiner Küchenpinnwand hängen für

  1. Nils Frahm mit Nonkeen in der Laeiszhalle (5. 5.),
  2. Ólafur Arnalds mit Kiasmos im Uebel & Gefährlich (13. 5.),
  3. Nils Frahm & Ólafur Arnalds im Musée du Louvre (29. 5.).
Une nuit sous la Pyramide
Une nuit sous la Pyramide

That escalated quickly.

Gut erzogen

Auf der Laufrunde. Die Spaziergängergruppe bestehend aus Mutter mit Kinderwagen, Kleinkind an der Hand und Golden Retriever nebendran erreicht die Wiese vorm Planetarium. Der Retriever dreht sich um und fixiert das Kleinkind in vorfreudiger Erwartungshaltung, angereichert mit einer Prise „Ich war doch auch immer soooo lieb!“ im Blick.

Das Kind wendet sich zur Mutter: „Ball!“

Klassischer Fall von gut erzogen.

Lage, Lage, Lage!

Auf der Laufrunde. Hinter mir joggt ein frischgebackener Vater mit Kumpel, beide offenbar in der Versicherungsbranche. Es geht um Kitaplätze, wann und in welcher Form die Frau wieder zu Arbeiten anfangen will (und vor allem, wie der frischgebackene Vater es gerne hätte) und um Immobilienerwerb im Hamburger Umland. Die Hauptvokabeln: „Safe“, „Anzapfen“ und „Am Ende des Tages“.

„Lage, Lage, Lage!“, denkt derweil Specht 3 und hämmert weiter an seinem Eigenheim in Sichtweite des Planetariums.

In Concert: Federico Albanese im resonanzraum

Fabrizio Paterlini (1) ist quasi der kleine Bruder von Ludovico Einaudi (2)“, sagte mal jemand in meinem Beisein, der sehr viel Musik hört. Der Vergleich ist durchaus zulässig, auch wenn er hinkt. Federico Albanese (3) ist zumindest verwandt. Man könnte über dieses Dreigestirn beispielsweise sagen, daß (1) minimalistischer als (2) ist – und zwar nicht im Sinne des gleichnamigen Musikstils -, während (3) tatsächlich ein wenig Richtung Philip Glass tendiert. Man könnte diese ganze Vergleicherei aber auch einfach lassen. Und die Musik genießen.

„Blue Hour“, was für ein passender Name für das aktuelle Album. Auf Lamberts präpariertem Flügel klang es zauberhaft, aber auch die Originalversion überzeugte. Ein Cello dazu wäre schön gewesen. Beim nächsten Mal vielleicht.

resonanzraum
resonanzraum

Apropos „Cello“ und „nächstes Mal“: Wie genial ist denn bitte der resonanzraum? Der sieht mich wieder; das steht fest.

Buchpremiere: Isabel Bogdans „Der Pfau“ im Literaturhaus Hamburg

Gestern Abend, bei der Buchpremiere im Literaturhaus Hamburg, traf ich insgesamt 12 Freunde und Bekannte sowie einige weitere mit mir über Twitter und Facebook Verbundene, die es vielleicht noch werden. Mit einer Ausnahme habe ich all diese Menschen bei oder durch Isabel kennengelernt und mehr muß man dazu wohl nicht sagen. Außer eines noch: Das Buch ist zauberhaft.

Wer kann, möge also eine der anstehenden Lesungen besuchen. Gute (Lese-)Reise, kleiner Pfau!

In Concert: Svavar Knútur in der Hasenschaukel

Svavar Knútur möchte kein Hype sein und wir möchten nicht, daß Svavar Knútur ein Hype wird. So weit, so einverstanden. Aber wenn die Pony Bar schon zu klein war für ihn, so ist es die Hasenschaukel definitiv.

Ob es vielleicht doch mal eine viertel bis halbe Nummer größer geht? Damit wir nicht stehen müssen wie die Sardinen und eine Chance haben auf ein Bier (oder auch nur auf einen Toilettengang), ohne dreißig Leute umzukegeln? Hätte was. Andererseits: Ein größeres Kompliment kann ich einem Künstler nicht machen. Nämlich dazubleiben, obwohl es so voll ist, daß alle meine Sensoren rot schießen.

Þađ var frábært, Svavar Knútur. Wir sehen uns.

In Concert: Ludovico Einaudi und Ensemble in der Laeiszhalle

Die 1. Reihe in der 1. Loge des 2. Ranges der Laeiszhalle entpuppte sich heute wider erwarten als perfekter Platz. Von dort aus sieht man die Bühne aus der Art Vogelperspektive, wie man sie aus Musikvideos kennt. Nur die Zoomstufe hätte etwas größer sein können. Sowieso, denn von der Höhe her ist das meine Schmerzgrenze. Ludovico Einaudi war zudem dankenswerterweise mit dem Rücken zum Publikum am Flügel positioniert und dann sitzt man dort sogar noch hinter den Boxen. Man hört die Musik also ungefähr so, wie auch die Musiker sie hören.

Signor Einaudi und sein Ensemble starteten verhalten. Aber spätestens bei der Solostrecke wußte ich wieder, warum ich fast 60 Euro für das Ticket in luftiger Höhe bezahlt und ca. 6 Monate vor dem Konzerttermin damit gerade eben den letzten Platz ergattert hatte, von dem aus man die Bühne noch einigermaßen einsehen konnte. „Nuvole Bianche“ motte ich hiermit ein. Ich werde das Stück nie wieder spielen können, ohne die Version im Kopf zu haben, die ich heute gehört habe. Ich kann das so nicht einmal ansatzweise reproduzieren. Das muß ich gar nicht erst versuchen, da kenne ich mein Limit.

Zu meiner Überraschung lernte ich heute außerdem zwei mir komplett neue Musikinstrumente kennen: Eine Metallplatte, die, in einen Wasserbehälter getaucht, mit einem Schlägel geschlagen wird und ein Objekt, das wie ein schräg abgesägter Vogelkäfig mit Mittelstange aussah, mit einem Bogen gespielt wurde und ebenfalls Wasser enthielt. Keine Ahnung, wie die Dinger heißen. Eine Umfrage in Reihe 1 der Loge 1 brachte kein Ergebnis; wir hatten alle die gleichen Fragezeichen im Gesicht.

Eine andere Geschichte ist, warum ich beinahe mit einer Bohrmaschine unterm Arm zum Konzert gekommen wäre. Mir schien das unangemessen, weswegen ich es dann doch nicht tat. Das wäre nicht nötig gewesen: Auf der Bühne gab es nämlich außerdem noch eine (singende) Säge.

Vinylfund

Ich befinde mich gerade im Entrümpelungsfieber. Soeben waren die zwei Kartons an der Reihe, die ich anläßlich der Veräußerung unseres Elternhauses befüllt und seither nicht wieder angerührt hatte. Der Inhalt: eine Abizeitung, verschiedene Noten, Urkunden zu diversen Tanzabzeichen, die Postkartenserie einer Freundin aus Schottland anno 1990, Klassenfotos und dergleichen mehr.

Außerdem: Plattenreste. Singles und Maxi-Singles hauptsächlich. Mal reinhören? Bitte sehr! Viel Vergnügen.

Es fehlen (da nicht bei Spotify): „Halt mich“ von Herbert Grönemeyer und „Shaday“ von Ofra Haza. Außerdem ein dann doch zu peinlicher Song, der eh nicht in die Jahreszeit paßt sowie der wahrscheinlich längste Discofox der Welt – die Tanzstudio Neitzke-Gänger jener Zeiten werden wissen, was damit gemeint ist. Wahrscheinlich wird es dort heute noch aufgelegt.