Krückstockgefuchtel

Woran ich merke, daß ich allmählich alt bequem und unleidlich werde oder: Dinge, die ich bei Konzerten nicht mehr brauche.

  • Künstler/Bands, die das Publikum warten lassen. Zumal unter der Woche.
  • Wenn in Konzertsälen gequarzt wird, die nicht ausdrücklich Raucherclubs sind. Vor allem, wenn das Etablissement eigens Räumlichkeiten dafür ausweist.
  • Direkt ins Publikum gerichtete, grelle Lichteffekte. Wenn ich geblitzdingst werden will, frage ich die „Men in Black“.
  • Leute, die laut weitersabbeln, wenn die Musik leise wird.
  • Muffliges Personal.
  • Garderobenschlangen, die kein Ende nehmen.
  • Grabscher und Zunahesteher.
  • Weißwein(-schorle) in Plastikbechern serviert zu bekommen.
  • Eklige Klos, in denen sämtliches Papier schon vor Konzertbeginn zur Neige geht.
  • Im eigenen Saft zu stehen, obwohl es nicht ausverkauft, es draußen kalt und die Musik nicht sonderlich schweißtreibend ist.
  • Dauernd das Smartphone des Nebenstehers im Gesicht zu haben, weil der während des Konzerts bei jedem einzelnen Song ein Selfie mit seiner Freundin machen muß.

Ich schätze, die Liste wird im Laufe der Jahre noch wachsen.

16 Gedanken zu „Krückstockgefuchtel“

  1. Da fehlt „zu laut“. Ich weiß nicht mehr, wann das anfing, aber heute ist echt jedes Indoorkonzert für mich zu laut, ich kann nur noch Open Air ertragen. (Sage ich als jemand, die AC/DC und Queen noch in der Ernst-Merck-Halle gesehen hat, in einer Punkband gespielt hat und vor zwei, drei Jahren bei Bon Iver im Docks gegangen ist, weil es unerträglich schmerzhaft laut war.)

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  2. Die Sabbler sind ganz schlimm. Während meiner isländischen Frühjahrstour habe ich erst zwei Damen in Annaberg-Buchholz mehrfach böse anschauen müssen. Die Krönung waren die „Jungs“ (um die 50) in Bordesholm. „Jungs, das mit dem Salzbrezigeraschel und -geknusper muss aufhören! Jetzt!“

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  3. Darf ich ergänzen?

    Leute, die steif wie Stock da stehen, die ganze Zeit ihr Smarphone auf *play* halten, das ganze Konzert meinen filmen zu müssen und einen echt genervt angucken, wenn man im Gegensatz zu ihnen lieber die Kunst vorne tanzend mitfeiert und sie eventuell von der Energie (und möglicherweise gegebenen Enge) dabei versehentlich anstößt.

    1. Immer gerne! Ja, die Smartphones. Ich hatte ja schon den selfiesüchtigen Nebensteher auf der Liste. Überhaupt könnte man ergänzen: „Ein Publikum, das mehrheitlich sich selbst feiert und nicht die Musik oder gar den/die Künstler.“

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