12 von 12 im April

Das mit der Beitragsfrequenz muß ganz unbedingt wieder besser werden, sonst stehen hier am Ende nur noch “12 von 12”-Beiträge! Momentan kann ich meine Schreibfaulheit aber noch mit dem just erfolgten Jobwechsel entschuldigen. So etwas bindet bekanntermaßen Kapazitäten.

Mein Tag beginnt seit Anfang April deutlich früher als bisher. Das Schöne daran ist die Freiwilligkeit. Gleitzeit ist super!

Die erste Sorge des Tages gilt den im März noch nicht geschlüpften Tomatenkindern, die inzwischen kurz vor der Pubertät stehen.

Tomatenkinder
Tomatenkinder

Die S-Bahn-Station ist immer noch Baustelle, aber im nächsten Monat soll alles endlich fertig sein. Mal sehen, ob’s klappt.

Baustelle
Baustelle

Mein neuer Arbeitsweg führt am Stintfang vorbei. Auch von meinem neuen Büro aus kann ich die Glasenuhr im Glockenturm hören…

Am Stintfang

… und “Rickmer Rickmers”, “Cap San Diego” und Elbphilharmonie sehen. Hach. Hamburg.

Am Stintfang

In unmittelbarer Nachbarschaft gibt sich Deutschlands nördlichster Weinberg frühlingshaft.

Am Stintfang

Am Schreibtisch sind verschiedene Kleinigkeiten zu erledigen, die gestrige ganztägige Schulung zu verdauen und dann sind da noch diverse Ordner und Mappen, deren Inhalt mich dem künftigen Verantwortungsgebiet näherbringen soll. Bei soviel Input vergeht die Zeit wie im Flug.

Da ich noch verabredet bin, mache ich einigemaßen pünktlich Feierabend. Auf der Suche nach dem Geldautomaten entdecke ich eine grüne Tauschzelle.

Tauschzelle
Tauschzelle

Bis zu den “Tanzenden Türmen” und der U-Bahn-Station St. Pauli sind es von dort aus nur ein paar hundert Meter zu Fuß.

Tanzende Türme
Tanzende Türme

Weiter geht’s in die Schanze, Frau Sinnundverstand und Herrn Buddenbohm treffen.

Schanze
Schanze

Danach mache ich mich auf den Weg nach Hause.

Heimweg
Heimweg

Ein paar Schritte weiter wird’s gelb. “Nichts reimt sich auf Forsythie”.

Das gelbe Grauen
Das gelbe Grauen

Die letzten beiden Bilder stammen aus dem Balkongarten: Erbsen, Radieschen…

Erbsogram
Erbsogram

… Rosmarin und Schnittlauch starten nach der Wärme des letzten Wochenendes durch…

Schnittlauch
Schnittlauch

… die Erdbeeren scheinen dagegen noch skeptisch und ob der Thymian wirklich durch den Winter gekommen ist, wird sich wohl in den nächsten Tagen entscheiden.

Ich bastele mir ein Abendessen, diesen Blogbeitrag und begebe mich anschließend rechtschaffen müde mit einem Buch in die Horizontale.

Fortsetzung folgt (im Mai).


“12 von 12” ist ein Fotoprojekt für Blogger, wobei es mittlerweile auch viele Mitstreiter ohne Blog auf Twitter und Instagram gibt. Die gemeldeten Blogeinträge des heutigen Tages werden hier gesammelt.

12 von 12 im März

Und wieder ist er da, der Zwölfte. März! Hat das Jahr nicht gerade erst… schon gut, schon gut. Ich hör ja auf.

Es ist ein untypischer Montag, weil ich zurzeit zwischen Baum (= alter Job) und Borke (= neuer Job) hänge. Voraussichtlich ab April wird sich mein Tagesablauf entscheidend ändern und ich bin schon sehr gespannt darauf. Heute kann ich es dagegen noch ruhig angehen lassen.

Kindergarten

Die kleine Wasserflasche auf der Fensterbank ist ein untrügliches Zeichen dafür, daß ich mit der Tomatenanzucht begonnen habe. Offensichtlicher sind nur noch die beiden als Wachstumslampen dienenden Neonröhren, die jeden Morgen pünktlich um 6 Uhr anspringen, Zeitschaltuhr sei Dank.

Kindergarten
Kindergarten

Die Tomatenkinder haben sich allerdings einen anderen Tag zum Schlüpfen ausgesucht. Angesichts der Wetteraussichten kann ich ihnen das kaum verübeln.

Irgendwas mit Seekarten
Irgendwas mit Seekarten

Im Wohnzimmer liegen derweil grob sortierte Stapel mit Seekarten herum – eine Wochenendbeschäftigung, die noch des Abschlusses harrt.

Appe Kappe
Appe Kappe

Zunächst geht es aber zum Einkaufen. Ich stutze über ein Fundstück im nachbarlichen Vorgarten.

Frühlingsboten
Frühlingsboten

Im Supermarkt will man mit Blumen und bunter (Oster-)Deko Frühlingsgefühle wecken. Klappt heute eher so mittel.

HVV-Card
HVV-Card

Gegen Mittag mache ich mich auf Richtung Schanzenviertel. Am Automaten teste ich meine brandneue HVV-Card. Die ist leider nicht vergleichbar mit der Londoner Oyster Card; das Tarifsystem bleibt deutsch-kompliziert. Der bargeldlose Erwerb der gewünschten 2 Zonen-Wochenkarte klappt immerhin reibungslos.

Slàinte!
Slàinte!

In der Schanze bin ich zum Mittagessen verabredet. Die Runde ist lebhaft und die Portionen sind reichlich. Zum Nachtisch gibt’s Schnaps (bzw. Likör)…

Cohen+Dobernigg
Cohen+Dobernigg

… und einen kurzen Blick auf das stets verlockende Angebot der freundlichen Buchhandlung vor Ort.

Wetter
Wetter

Auf dem Weg nach Hause schiebe noch eine Besorgung ein. Der Blick auf den Telemichel verrät: So richtig hell wird es heute nicht mehr.

Der blonde Hans
Der blonde Hans
Der Glitzer ist geblieben
Der Glitzer ist geblieben

Abends geht es zum Social Media-Kulturstammtisch ins St. Pauli-Museum. Beim #SMSKulturHH tauschen sich vornehmlich im Kulturbereich tätige Social Media-Menschen (bzw. im Social Media-Bereich tätige Kulturmenschen) aus. Die Veranstaltungen sind aber auch für privat Aktive und Interessierte offen und finden an wechselnden Orten statt.

Jan Himp und die kleine Brise
Jan Himp und die kleine Brise

Wieder zuhause angekommen, widme ich mich zum Abschluß des Tages einer Bildungslücke. Das Buch steht schon seit einer ganzen Weile in meinem Regal und hat mindestens zwei Umzüge mitgemacht, nur zum Lesen bin ich bisher nicht gekommen. Aber jetzt!

Fortsetzung folgt (im April).


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12 vom 12 im Februar

Es ist ein bißchen still geworden an dieser Stelle in den letzten Tagen, was verschiedene Gründe hat. Da kommt “12 von 12” gerade recht, um die Beitragsproduktion wieder anzukurbeln.

Schneetreiben
Schneetreiben

Das Wetter verspricht laut Vorhersage, bunt zu werden. Am Morgen ist es erst einmal weiß. Ich habe ein paar Besorgungen zu erledigen und mache mich nach dem Frühstück auf dem Weg zu meiner Hausarztpraxis. Als ich kurz nach Anfang der Sprechstunde dort eintreffe, hat sich das Wartezimmer bereits aufs Treppenhaus ausgeweitet. Ich mache auf dem Absatz kehrt und begebe mich zu meiner nächsten Station Richtung Innenstadt.

Ohne Moos nix los
Ohne Moos nix los

An der U- und S-Bahnstation Jungfernstieg begegnet mir ein kreativ plaziertes Stück Kapitalismuskritik.

Apfelkram
Apfelkram

Da ist es irgendwie stimmig, daß ich auf dem Weg ins Apfelhaus bin, mit einem klitzekleinen Apfelproblem. Seit ich äpfele, und das ist jetzt schon eine ganze Weile, ist es das allererste Problem, mit dem ich zum Support muß. Erfreulicherweise ist die Sache innerhalb von Minuten geklärt und kostet mich keinen Cent.

Schlump
Schlump

Die nächste Station befindet sich nahe des U-Bahnhofs Schlump. Wer am Schlump ausgestiegen ist, merkt das spätestens, wenn er auf der Ausgangsebene angelangt ist. Der intensive Kräuterbonbon-Lakritz-Geruch, der vom “Süßen Pavillon” in der Bahnhofshalle ausgeht, ist ein eindeutiges Identifikationsmerkmal.

Katzentempel
Katzentempel

Mein Weg führt mich am Café Katzentempel vorbei. Dem würde ich zu gerne einen Besuch abstatten. Da ich aber auf manche Katzen (nicht auf alle!) allergisch reagiere, mache ich das Foto lieber von draußen.

Auch die zweite Besorgung ist schnell erledigt. Um die Mittagszeit geht es nochmal los zum Supermarkt.

Frühlingsboten
Frühlingsboten

Die Schneeglöckchen im Schrebergarten sind schon nicht mehr ganz frisch. Dabei ist nach dem viel zu warmen und nassen Januar jetzt endlich der richtige Winter eingezogen. Mit wenigstens ein bißchen Schnee.

Badmini
Badmini

Ich passiere einen Parkplatz und schmunzele über dieses Batmobil.

Schwan
Schwan

Nicht alle Hamburger Schwäne sind im Winterquartier. Dieser wohnt ganzjährig am Harzloh.

Helau & Alaaf
Helau & Alaaf

Ein Zugeständnis an das Datum: der Baileys-Berliner zur Kaffeezeit.

Impfbuch
Impfbuch

So gestärkt wage ich einen zweiten Anlauf beim Hausarzt. Im Moment habe ich noch die Muße, mich für die fällige Impfauffrischung eine knappe Stunde ins Wartezimmer setzen zu können. Impfskeptiker sind mir ein komplettes Rätsel. Wer im 21. Jahrhundert lebt, Zugang zu Impfungen hat und trotzdem an Tetanus krepieren will: nur zu. Vielleicht reicht es ja zu einer Sondererwähnung bei den Darwin Awards. Apropos: Charles Darwin wäre heute 209 Jahre alt geworden.

Glücksbringer
Glücksbringer

Auf dem Weg finde ich ein Zwei-Cent-Stück auf der Straße. Es ist bereits der zweite Glücksmünzenfund des Tages. Ich kenne jemanden, der sich sehr darüber freuen wird.

Schneetreiben
Schneetreiben

Als ich die Praxis verlasse, wird es schon dunkel. Und es schneit wieder.

Den Abend verbringe ich mit kleineren Aufräumarbeiten, einem Süßkartoffelsüppchen und einem Film.

Fortsetzung folgt (im März).


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12 von 12 im Oktober

Es ist Buchmesse und ich bin in Frankfurt! Wobei, morgens bin ich noch in Oberursel, da ist das Zimmerchen bezahlbar und die S-Bahn-Anbindung ans Messegelände top. Mein erster Weg führt mich heute allerdings zum Frankfurter Hauptbahnhof, den Koffer einschließen. Nachmittags geht es von dort aus weiter nach Westfalen und auf der Messe ist das große Gepäck hinderlich.

Morgens, kurz vor neun in Oberursel
Morgens, kurz vor neun in Oberursel

Zudem sind in diesem Jahr die Sicherheits- und somit auch die Taschenkontrollen massiv ausgeweitet worden. Am Haupteingang bilden sich lange Schlangen und nicht alle Besucher bleiben gelassen.

Securitystau
Securitystau

An den Hallen angekommen, steuere ich als erstes den Stand der ehemaligen Kollegen an, um dann einen kleinen Abstecher auf die Agora zu machen. Hier präsentiert unter anderem der Verlag Kein & Aber sein Programm. So ganz selbsterklärend scheint die Besucherführung an dem aus gestapelten Containern zusammengesetzten Turmstand nicht zu sein.

Besucher hier entlang
Besucher hier entlang

Gegen elf Uhr treffe ich am Orbanism Space ein. Laut Veranstaltungsverzeichnis soll dort ein Twitterpicknick stattfinden, zu dem jeder Teilnehmer etwas kleines zu essen und zwei auf Zetteln notierte Lieblingstweets beisteuern soll: einen vom eigenen und einen von einem fremden Account. Ich bin mit Frau Sinnundverstand verabredet. Wir trinken eine leckere Schorle mit lustigem Namen, lassen uns dabei fotografieren und präparieren nebenbei noch schnell unsere Schriftstücke.

Twitter-Hausaufgaben
Twitter-Hausaufgaben

Die Veranstaltung entwickelt sich nicht recht und so schwatzen wir einfach nur ein wenig und naschen von den mitgebrachten Fressalien. Gegen zwölf breche ich wieder auf. In den Gängen ist die Messebetriebstemperatur inzwischen merklich angestiegen.

Messetreiben
Messetreiben

Eigentlich will ich mir die Ausstellung der „Schönsten Bücher“ am Stand der Stiftung Buchkunst anschauen, aber dort wird soeben der Deutsche eBook Award verliehen. Das ist mir zu trubelig und ich beschließe daher, der Gastlandpräsentation einen Besuch abzustatten.

Druckfrisch
Druckfrisch

Auf dem Weg dahin blicke ich einem Kameramann über die Schulter.

Gastlandpräsentation
Gastlandpräsentation

Was die Franzosen da im Forum aufgebaut haben, wirkt auf mich wie eine Mischung aus Labyrinth und Bücherknast. Ich benötige drei Runden um die Fläche, bis ich in etwa das Aufteilungsprinzip erfaßt habe. Gesamturteil: nicht unsympathisch, aber leider sehr unübersichtlich. Und für die Stolperstufenumrandung (ohne Abbildung) verteile ich eine glatte Sechs.

Wetterchen
Wetterchen

Draußen tummeln sich zur besten Mittagspausenzeit und bei herrlichstem Wetter diejenigen, die sich aus den Hallen haben loseisen können. Es fällt schwer, wieder in den Mief einzutreten, aber bei den „Schönen Büchern“ ist mittlerweile Ruhe eingekehrt und ich kann genüßlich stöbern. Anschließend schaue ich bei den englischen Verlagen in Halle 6 vorbei.

Päusken
Päusken

Auf dem Weg zurück zur Halle 3.1 treffe ich drei Paar müde Messebeine, zwei davon im Bild. Ich setze mich eine Weile dazu.

Abfahrt
Abfahrt

Dann wird es auch schon Zeit zum Aufbruch. Nachdem die Deutsche Bahn es bei meiner Anreise auf über 100 Verspätungsminuten gebracht hat, ist der Zug diesmal pünktlich. Ich schaffe es trotzdem noch, meinen Koffer aus dem Schließfach auszulösen und etwas Proviant zu bunkern.

Unterwegs
Unterwegs

In Kassel-Wilhelmshöhe wird der Anschluß erreicht. Zeichen, Wunder!

Abendfarben
Abendfarben

Am Zielbahnhof wartet meine Mutter auf mich. Dieses Bild sehen wir, als wir am Haus ankommen.

Fortsetzung folgt (im November).


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12 von 12 im September

Ich habe Urlaub! Seit gestern! Endlich! Nie war er so wertvoll wie in diesem Jahr. Am Donnerstag geht es für eine Woche in meine zweitliebste Lieblingsstadt. Vorher muß ich aber noch einige Einkäufe erledigen.

Neue Treter

Zum Beispiel neue Laufschuhe besorgen. Der “Lady Defyance” von Brooks ist einfach mein Schuh, punktum, da nehme ich sogar in Kauf, daß er diese Saison in pink und lila daherkommt. Für den Kauf muß ich meinen Stadtteil dankenswerterweise nicht verlassen: In der riesigen Barmbeker Filiale von Lauf Lunge bleibt kein Läuferwunsch unerfüllt. Super Laden.

Hundekekse

Ebenfalls unter die Überschrift “Buy Local” fällt die Konditorei Weber in der Hellbrookstraße. Deren Spezialität ist zum einen Baiser in allen möglichen (und unmöglichen) Geschmacksrichtigungen und zum anderen Leberwurstkekse für Hunde. Ich bin kein Baiser-Freund und habe auch keinen Hund, aber ich besuche demnächst eine Hundebesitzerin.

Diverses Saatgut

Wieder zuhause angekommen räume ich bißchen in der Küche herum. Es gilt, die letzte Balkongartenernte zu sichern. Zwei kleine quietschorangene Paprikaschoten und ein paar Resttomaten wollen noch verarbeitet werden. Auf der Fensterbank trocknet bereits seit ein paar Tagen das Kapuzinerkressen- und Ringelblumensaatgut.

Bastelarbeiten

Außerdem widme ich mich meinem kleinen Bastelprojekt. Genaueres kann ich hier nicht verraten, sonst ist eventuell die Überraschung futsch. Muß ja nicht sein.

U3 Schlump

Am Nachmittag muß ich doch noch einmal in die Innenstadt. Mir ist es nach einigen Fehlversuchen endlich gelungen, Karten für das Tingvall Trio-Konzert im November in der Elbphilharmonie zu ergattern. Die muß ich natürlich sofort sichern. Als Beifang landet ein bezahlbares Ticket für das morgige (komplett ausverkaufte) Konzert von James Rhodes in meiner Tasche und ich bin allerspätestens seit diesem Moment ein sehr, sehr großer Fan der Theaterkasse Schumacher. Hurra!

Aale-Angela

Der Wahlkampf bewegt sich Richtung Endspurt und die Parteien erhöhen ihre Plakatierungs- und Veranstaltungsdichte spürbar. Martin Schulz war neulich schon da, nun kündigt sich die Kanzlerin an. Ich lese “Fischauktionshalle” und gleich habe ich ein Aale Dieter-Kopfkino: “Hier, komm’ mal ran, nicht so schüchtern! Die neuesten Wahlversprechen, ganz frisch! Und für Dich lege ich noch extra eins drauf!” Oder irgendwie so.

Mutterland

Apropos Mutti, mir fehlt noch ein leckeres Hamburg-Mitbringsel für die oben erwähnte Hundebesitzerin. Bei Mutterland kann ich mich zunächst nicht zwischen süß und herzhaft entscheiden und nehme schließlich beides: eine Fischkoppschokolade von Schokovida und das “Gemischte Doppel” von Senf Pauli.

Regenbogen

Auf dem Weg zur vorletzten Erledigung des Tages springt mir ein Regenbogen vor die Linse.

Beileidsbekundung

Der eigentliche Zweck meines Besuchs der Schaarsteinwegsbrücke: Traurige Ereignisse werfen ihre Schatten voraus und bevor diese Beileidsbekundung abgeräumt wird, will ich sie dokumentieren. Dabei treffe ich meine Kollegin, was sehr praktisch ist, weil wir zu einer Buchvorstellung verabredet sind. Gemeinsam machen wir uns zu Fuß auf den Weg zur Außenalster.

An der kleinen Alster läuft uns jemand über den Weg, mit dem wir beide in den nächsten Wochen hätten Kontakt aufnehmen wollen und mit dem wir an diesem Ort so ganz und gar nicht gerechnet haben (nein, nicht der Schwan). Ein hilfreicher, wenn auch ziemlich seltsamer Zufall.

Abendhygiene

Danach müssen wir uns sputen, um nicht zu spät zum Veranstaltungsort zu kommen.

Gurlittinsel

Wenn man auf der Gurlittinsel einfach geradeaus geht, landet man bei der Segelschule Prüsse. Wir biegen rechts ab, denn wir wollen zum Hamburger Segel Club. Dort präsentiert Wilfried Erdmann sein neuestes Buch und wir haben Plätze auf der Gästeliste ergattert.

Hamburger Segel Club

Trotz einiger Schwierigkeiten mit der Veranstaltungstechnik wird es ein unterhaltsamer Abend. Im Anschluß jage ich mir am Hauptbahnhof ein nachträgliches Abendessen und beschließe den Abend mit diesem Blogeintrag.

Fortsetzung folgt (im Oktober).


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12 von 12 im August

Das war eine ereignisreiche Woche.

AFM

Zum einen bin ich seit vergangenen Mittwoch Mitglied des FC St. Pauli. Passives Mitglied genauer gesagt, und zwar der Abteilung Fördernder Mitglieder (AFM). So ganz genau weiß ich nicht, wie das passieren konnte. Aber so ist das eben, wenn man sich verliebt. Und verliebt bin ich, nämlich immer wieder neu in die Stadt, in der ich jetzt seit ziemlich genau zwölf Jahren lebe.

Hamburg, meine P... - ach nee
Hamburg, meine P… – ach nee

Zum anderen hat sich an der beruflichen Front nach Monaten der Ungewissheit endlich etwas bewegt. Es ist nicht die Lösung, die mir gut gefallen hätte. Aber wenigstens eine Entscheidung.

Die Axt im Haus...
Die Axt im Haus usw.

Was das Lineal damit zu tun hat, kann ich hier im einzelnen nicht darlegen. Unabhängig von dem eigentlichen Zweck des Kaufs erinnert es mich aber an eine gewisse Kneipe in Bonn, die ich bis zu meinem Umzug nach Hamburg gerne besuchte. Dort gab es guten Whisk(e)y und ebensoguten Blues und nahe der Theke war eine Axt aufgehängt. Falls alle Stricke reißen, könne er immer noch auf Axtmörder umschulen, so hörten wir den Wirt mehr als einmal sagen. Wohl dem, der einen Plan B hat.

I put the "wet" in "Wetter"
I put the “wet” in “Wetter”

Das Wetter – ach, das Wetter. Ich bin nur froh, daß es letztes Wochenende zum “A Summer’s Tale” so schön war. Die Erdbeeren tragen zum zweiten Mal in diesem Jahr, aber ich mache mir aufgrund der Witterung keine großen Hoffnungen, was den Geschmack der Früchte angeht.

Frosch

Einen Vorteil hat der Dauerregen: Wenn es draußen garstig ist, fällt drinnen das Putzen leichter.

Overnight
Overnight

Und ich habe Muße, das Klavier zu quälen. Ich war ziemlich fleißig in letzter Zeit, bin aber durch den Festivalbesuch ein paar Tage nicht zum Spielen gekommen. Das rächt sich sofort, die Finger werden ganz schnell wieder schwerfällig. Jetzt abreißen zu lassen, kann ich mir nicht leisten. Zu Mitte September habe ich mir nämlich ein ganz bestimmtes Ziel gesetzt.

Kekse!
Kekse!

Zum Nachmittagstee gibt es selbstgebackene Kekse. Von meiner Mama!

Open Air
Open Air

Nebenbei schmökere ich in der neuesten Ergänzung meiner Kochbuchbibliothek. Stevan Paul sollte auf dem “A Summer’s Tale” eigentlich seinen Roman “Der große Glander” vorstellen, konnte aber nicht umhin, zugunsten des Titels “Open Air – das Festival- & Camping-Kochbuch” einen kurzen Werbeblock einzuschieben. Das kann man ihm kaum verdenken, saß doch die Zielgruppe direkt vor ihm. Bei mir hat es auch gleich gewirkt. Ein wundervolles Buch! Allerdings ist es zu schön und zu unförmig, als daß ich es selbst mit auf Reisen nehmen würde.

Wolkenkino
Wolkenkino

Gegen Abend reißt der Himmel auf.

Ceci n'est pas un tapis rouge
Ceci n’est pas un tapis rouge

Ich nutze die Regenlücke und schwinge mich auf mein Fahrrad Richtung Kampnagel. Ich könnte auch mit dem Bus hinfahren, aber so geht es schneller und unkomplizierter – wenn es nicht gerade in Strömen schüttet. Vorsichtshalber habe ich die Regenhose und den Südwester eingepackt.

#Juan2017
#Juan2017

Am Donnerstag wurde das jährlich stattfindende Internationale Sommerfestival (sic!) eröffnet. Dieses Jahr habe ich kräftig zugeschlagen und vorab Tickets für insgesamt fünf Veranstaltungen gekauft. Da lohnte sich sogar die Festivalkarte.

Festival Avant-Garden
Festival Avant-Garden

Der Festival Avant-Garden steht mehr oder weniger unter Wasser. Drinnen ist es trocken und ich amüsiere mich köstlich bei “The 2nd Season featuring Fred Wesley” von Socalled & Friends.

Danach radle ich wieder zurück und beschließe den Abend mit einem Glas Wein (ohne Abbildung).

Fortsetzung folgt (im September).


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Mein besonderer Dank gilt Frau stedten*hopp, ohne deren Twitter- bzw. Instagram-Account ich das heutige Datum und somit die Projektteilnahme glatt verschwitzt hätte.

12 von 12 im Juli

Mit der Panasonic-Systemkamera, die ich im letzten Jahr gekauft habe, bin ich leider nie so richtig warm geworden. Also verkaufte ich sie kurz entschlossen wieder und bestellte mir eine Nachfolgerin. Die neue X-T20 von Fujifilm sollte es werden. Auf die Idee sind dummerweise viele, viele andere Menschen auch gekommen, weswegen es zurzeit massive Lieferprobleme gibt. Ich warte jetzt schon über vier Wochen und da zeitgleich meine alte Spiegelreflex den Dienst quittierte, mußte ich auch schon das letzte “12 von 12” größtenteils mit der Handyknipse improvisieren. Was bei ordentlichem Sommerwetter wenig problematisch ist.

Hamburger Sommer
Hamburger Sommer

Nur ist damit heute wohl nicht zu rechnen.

Capitalism
Capitalism

Auf dem Weg zur Arbeit. An der großen Kreuzung hängt eine Gipfelhinterlassenschaft. Ich spare mir jeden Kommentar dazu.

Wahlkampf
Wahlkampf

Selbst wenn man alle einschlägigen Medienkanäle meidet, kommt man in Hamburg nicht darum herum, daß Wahlkampfzeit ist. In Barmbek bietet Johannes Kahrs (SPD) eine politische Kanalfahrt an, in der Neustadt lädt Farid Müller (Grüne) zum Kaffeetrinken. “Auch älter geworden”, denke ich beim Anblick seines Konterfeis. Je nun, es geht den Menschen wie den Leuten.

Tagesform
Tagesform

Das ist mein Büroschlüssel und außerdem ein treffliches Symbolfoto für meine aktuelle und leider bloguntaugliche Arbeitssituation. Ich habe früher nicht verstanden, warum manche Blogger nahezu wahnsinnig werden, wenn sie über Dinge nicht öffentlich schreiben können. Inzwischen kann ich das sehr gut nachvollziehen.

Budni-Tasche
Budni-Tasche

Die Mittagspause nutze ich zum Einkaufen. Das ist die kleine Recycling-Tasche von Budni. Extrem praktisch und hübsch ist das aktuelle Design obendrein. Das Vorgänger-Modell mit der Aufschrift “beautybox” war ja nicht so meins.

Alsterschwan

An der Kleinen Alster läuft das Geschäft für die Schwäne wetterbedingt eher schleppend.

Yet another Gerüstaufbau
Yet another Gerüstaufbau

In Hamburg ist nach dem (Groß-)Event immer auch vor dem (Groß-)Event. Kaum ist der Gipfelspuk vorbei, droht am kommenden Wochenende schon wieder ein Triathlon und der Schlagermove.

Feierabend

Feierabend. (Uff.)

Schnell die Laufschuhe an und ab in den Stadtpark, bevor die nächste Dusche von oben kommt. Wenn mich auf der Strecke ein Schauer erwischt, stört mich das wenig. Aber im Regen loszulaufen find ich blöd.

Blau!
Blau!

Unterwegs geschieht das Wunder: Der Himmel reißt auf, die Sonne kommt durch. Hurra!

Gib mir den Rest
Gib mir den Rest

Fundstück auf dem Rückweg. Da ist wohl etwas gründlich schiefgelaufen.

Harzfeuer
Harzfeuer

Im Balkongarten ist die Dschungelphase mittlerweile in vollem Gange.

Buddenbrooks
Buddenbrooks

Mein Lübeck-Ausflug am Wochenende hatte Spätfolgen. Der Einband dieser ausnehmend schöne Sonderausgabe (für nur 14,00 Euro!) ist dem der ersten einbändigen Ausgabe aus dem Jahr 1903 nachempfunden. Die “Buddenbrooks” waren 1901 zunächst in zwei Bänden erschienen, des voluminösen Umfangs wegen. Aus der Entstehungsgeschichte ist ein Briefwechsel zwischen Autor Thomas Mann und Verleger S. Fischer erhalten, der in der Dauerausstellung des Buddenbrookhauses Erwähnung findet. Meine Lieblingspassage daraus:

Glauben Sie, dass es Ihnen möglich ist, Ihr Werk um etwa die Hälfte zu kürzen, so finden Sie mich im Prinzip sehr geneigt, Ihr Buch zu verlegen. Ein Roman von 65 eng geschriebenen Bogen ist für unser heutiges Leben fast eine Unmöglichkeit; ich glaube nicht, ob sich viele Menschen finden, die Zeit und Conzentrationslust haben, um ein Romanwerk in diesem Umfange in sich aufzunehmen.

S. Fischer an Thomas Mann, 26. 10. 1900

Man beachte das Datum. Ich bin sehr gespannt, ob ich die Conzentrationslust aufbringen kann, das Buch komplett zu lesen. Heute abend wird das allerdings nichts mehr. Was jetzt noch geht: Kochen, essen, bloggen, Bett. Fertig.

Fortsetzung folgt (im August).


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12 von 12 im Juni

Diesen Monat habe ich es endlich wieder geschafft! Es sind zwölf Bilder für den Juni zusammengekommen.

Ein stinknormaler Montag: Weckerklingeln – wie meistens gefühlt viel zu früh -, Aufstehen, Dusche, Frühstück, Arbeitsweg.

Die S-Bahn-Haltestelle und die angrenzende Straße bilden momentan eine riesige Baustelle, die der Nachbarschaft bis weit ins nächste Jahr erhalten bleiben wird. Einige Mitmenschen nutzen die Situation zu Kommunikationszwecken, wie dieses zauberhafte Beispiel an der Hilfstreppe zu den Gleisen beweist.

Dialog
Dialog

An der Ausstiegsstation bewirbt das Archäologische Museum die neueste Sonderausstellung. Der Zusammenhang zwischen Archäologie und den “Mom-Enten der Weltgeschichte” ist mir zwar nicht ganz klar, aber sei’s drum. Sieht nach Spaß aus.

Duckomenta
Duckomenta

Für den späteren Tagesverlauf ist fieses Wetter angesagt. Davon ist am Himmel noch nichts zu sehen.

Himmelsblau an Rotklinker
Himmelsblau an Rotklinker

Vorm Büro steht der Eierlieferant, der regelmäßig das gegenüberliegende Hotel anfährt. Ob da wohl alles heil geblieben ist?

Alle Größen
Alle Größen

Im Büro warten die Seekarten. Vor allem aber die Kunden. Bis zum Mittag bleibt keine Zeit für (weitere) Fotos.

D 48
D 48

In der Pause habe ich einen Termin bei der Bank. Da hat am Samstag eine kuriose Überraschung im Briefkasten gelegen, die der Klärung bedarf. Ich bin sehr gespannt, was dabei herauskommt.

Wenn's um Geld geht
“Wenn’s um Geld geht…”

Auf dem Rückweg laufe ich an der Schlange vor dem Ticketshop des Hamburger Abendblatts vorbei. Um 10 Uhr hatte der Vorverkauf für die Saison 2017/18 begonnen. Der ungebrochene Run auf die Elbphilharmonie-Tickets sorgt offenbar auch stationär für lahmende Systeme.

Elphi-Schlange
Elphi-Schlange

Ein paar Meter weiter hat die Litfaßsäule heute leider keine Veranstaltungstipps für mich. Montag halt.

Reset
Reset

Derweil wird am Steigenberger mal wieder gefilmt. Die Hamburger Neustadt ist als Location sehr beliebt, nicht nur bei der Crew des “Großstadtreviers”.

Filmreif
Filmreif

Der Rest des Arbeitstages vergeht wie im Flug. Auf dem Nachhauseweg versuche ich, den Krimifaden weiterzuspinnen. Es gelingt mir nur mäßig.

With No One As Witness
With No One As Witness

Da die S-Bahn nicht wollte, bin ich kurzfristig auf die U-Bahn umgestiegen. Das bedeutet ab dem Bahnhof Barmbek entweder zwei Stationen mit dem Bus oder einen rund zehnminütigen Fußweg. Ich entscheide mich für letzteres. Dabei fällt mir ein Protestplakat ins Auge.

Stoppt U5
Stoppt U5

Den Ausbau von straßenunabhängigem ÖPNV finde ich zwar grundsätzlich super. Blöd ist nur, daß man so große, langwierige, staubige und mit Lärmbelästigung verbundene Löcher dafür buddeln muß.

Zuhause angekommen mache ich einen kurzen Balkongartencheck. Die Tomaten sind kurz vor dem Stadium, das ich als Dschungelphase bezeichne. Noch kann ich durchs Küchenfenster gucken. Das wird sich bald ändern.

Welcome to the Jungle
Welcome to the Jungle

Der Tag war anstrengend. Der Abend wird entsprechend kurz ausfallen und undokumentiert bleiben.

Fortsetzung folgt (im Juli).


“12 von 12” ist ein Fotoprojekt für Blogger, wobei es mittlerweile auch viele Mitstreiter ohne Blog auf Twitter und Instagram gibt. Die gemeldeten Blogeinträge des heutigen Tages werden hier gesammelt.