Alles, was Oper kann

Bleierne Müdigkeit hat über viele Monate eine zentrale Rolle in meinem Leben gespielt, was sich auch an dieser Stelle bemerkbar machte. Unter der körperlichen und mentalen spürte ich dabei auch eine andere Art von Müdigkeit. Vielleicht kann man sie Konzertmüdigkeit nennen. In den letzten Jahren wiederholte sich doch vieles. Was daran liegen mag, dass ich nicht zuletzt aus zeitlichen Gründen oft nicht mehr über meine Essentials hinausgekommen bin. Jetzt, wo ich wieder aufnahmefähig bin, suche ich neue Impulse. Zum Beispiel mehr bildende Kunst und mehr Theater – warum also nicht auch mehr Musiktheater!

Mit der Oper als Ausdrucksform fremdelte ich allerdings schon seit langem. Klar, einen grandiosen Opernabend in einem schönen Operngebäude kann ich jederzeit als (touristisches) Highlight zelebrieren. Das beste Beispiel dafür war „Macbeth“ in der Wiener Staatsoper vor etwas mehr als einem Jahr. Die Hamburgische Staatsoper schreckte mich dagegen zuletzt mit der Opernwerkstatt zu Yona Kims Inszenierung der „Norma“ gründlich ab. Verwöhnt durch die Verhältnisse in der Elbphilharmonie bevorzuge ich zudem inzwischen in jedem Saal Plätze, von denen aus man vernünftig gucken kann und das ist in der Staatsoper fast immer teuer (im Sinne von „als Highlight alle Jubeljahre ok, aber wenig alltagstauglich“). Dann ist da noch das Problem mit den Inszenierungen, die gegen Libretto und/oder Musik arbeiten. Wie oft habe ich schon gedacht: Lasst doch den Verdi/Mozart/Puccini/Strauss etc. inklusive der jeweiligen Librettisten in Ruhe, schreibt eine neue Oper (oder lasst eine schreiben), wenn ihr eine ganz andere Geschichte erzählen wollt!

Dass aber eine zeitgenössische Inszenierung der Original-Geschichte im Kern treu bleiben und trotzdem „fresh“ sein kann, demonstrierte mir unlängst der „Falstaff“ in Dresden. Ich stellte daraufhin meine Opernmüdigkeit infrage. Überhaupt, waren da nicht sowieso gerade neue Leute in Hamburg angetreten? Vielleicht doch mal wieder gucken, was da geht?

Für den Auftakt Ende September unter dem bezeichnenden Titel „3 Tage wach“ inklusive eines dem Vernehmen nach spektakulären „Housewarming“-Konzerts – eine kunstgepfiffene Arie der Königin der Nacht, der Auftritt von Le Gateau Chocolat, Ina Müller moderierte und sang Udo Jürgens – mit anschließender Party für alle war ich selbst leider noch nicht wieder wach genug. Aber es ergab sich die vorläufig letzte Gelegenheit, die erste Inszenierung Tobias Kratzers nach Übernahme der Intendanz zu begutachten. Praktischerweise wurde Robert Schumanns „Das Paradies und die Peri“ auch gleich von Omer Meir Welber dirigiert, dem ebenfalls in dieser Position noch frischen Nachfolger Kent Naganos als Hamburger Generalmusikdirektor. Zwei Fliegen mit einer Klappe also.

Schon beim Betreten des Gebäudes fielen mir verschiedene Veränderungen bei der Gestaltung der Foyers auf. Diese Veränderungen, darunter die Wiedervergoldung der Säulen, die „Gallery Wall“ im Parkettfoyer und die nach dem Mendelssohn-Choral „Verleih uns Frieden“ gestaltete Lichtinstallation „Amplitude“ über der Bar im Rangfoyer, griff der stellvertretende Chefdramaturg Christopher Warmuth auch bei der Einführung zu „Das Paradies und die Peri“ auf. Schnell wurde klar: Hier geht es nicht um Kosmetik, hier soll auf allen Ebenen umgestaltet werden, da steckt ein Plan dahinter. Zu dem gehören auch ein neues Vermittlungsprogramm („CLICK in“) und das Bemühen darum, die sorgsam kuratierten Repertoire-Stücke, die in Hamburg einen Großteil des Programms ausmachen, ins Hier und Jetzt einzuordnen („FRAMING the REPETOIRE“).

Und das Stück selbst? Knifflig ist da, so Warmuth, schon die Genre-Frage. Das Werk ist nicht als Oper, sondern als weltliches Oratorium bekannt. Das Libretto basiert auf „Lalla Rookh“, einem Orient-Epos des irischen Dichters Thomas Moore. Es erzählt die Geschichte der Peri, einem persischen Fabelwesen, das aus dem Paradies verstoßen wurde und nun versucht, durch das Beibringen einer nicht näher definierten Himmelsgabe wieder eingelassen zu werden. Was ihr nach drei Versuchen schließlich auch gelingt.

Eine Inszenierung wie die in Hamburg hatte es zuvor nicht gegeben,  rezeptionsgeschichtlich betrachtet ist „Das Paradies und die Peri“ also ein unbeschriebenes Blatt. Die vom Libretto vorgegebenen Landschaften, Indien, Ägypten und Syrien, ignoriert Tobias Kratzer und lässt die Peri in jedem der drei etwa gleich langen Teile des Werks in ein anderes Schreckensszenario der modernen Welt abtauchen: Krieg, Pandemie und Klimakatastrophe. Das funktioniert zum einen gut, da das Stück mit unüblich viel Text ausgestattet ist – unüblich jedenfalls für eine Oper oder ein opernähnliches Werk, in dem üblicherweise Raum für Szenisches vorgesehen ist. Weil man dem Text ab einem gewissen Punkt nämlich schlicht nicht mehr folgen kann; die Kapazitäten eines durchschnittlichen Rezipienten reichen nicht für die gleichzeitige Aufnahme von Szenerie, Wort und Musik in dieser Dichte aus. Es funktioniert aber auch deshalb gut, weil Bühnenbild und Kostüme stimmig sind in ihren Effekten (nur den herabschwebenden Engel gegen Ende des dritten Teils fand ich ein bisschen drüber). Und es funktioniert vor allem gut, weil die Darstellerinnen und Darsteller – allen voran Vera-Lotte Boecker als Peri und Kai Kluge als Erzähler – phantastisch spielen. Damit meine ich auch und gerade den Chor!

Schließlich ist da noch das Durchbrechen der vierten Wand, welches im Laufe des Abends immer wieder unter Zuhilfenahme einer ins Parkett gerichteten Kamera zelebriert wird. In jedem der drei Teile spitzt sich die Situation zu: Einmal verlässt eine Zuschauerin laut protestierend den Saal, dann fängt die Kamera das Bild eines schlafenden Mannes ein und schließlich wird das Publikum endgültig zum Teil der Handlung und verhilft der zwischen den Sitzreihen balancierenden Peri zu ihrer Erlösung bringenden Himmelsgabe. Dass viele Menschen vor Ort sich nicht sicher waren, was davon inszeniert war und was nicht, zeigte sich an vereinzelten Reaktionen, aber auch noch später beim erneut von Christopher Warmuth moderierten Nachgespräch mit Tobias Kratzer, Vera-Lotte Boecker und Kai Kluge (und ohne Omer Meir Welber, der zwar im Rangfoyer auftauchte, dann aber doch lieber nur ein Bier trinken wollte).

Trotzdem oder gerade deswegen: Bei den allermeisten Zuschauerinnen und Zuschauern im gut gefüllten Saal kam das alles sehr gut an. Auch das Pressecho schien nahezu durchweg wohlwollend bis lobpreisend. Wie Kratzer nach diesem fulminanten Einstand die Spannung halten will, bleibt jedoch abzuwarten. Einige der gezeigten Effekte kann man nicht ständig ausspielen, würden sie doch irgendwann ihre (Schock-)Wirkung verlieren. So oder so schlummert da aber bestimmt noch Verschiedenes in der Pipeline, dem Motto der Spielzeit folgend: „Alles, was Oper kann“. Meine Neugierde ist jedenfalls geweckt. Ich habe inzwischen Karten für die beiden nächsten Kratzer-Inszenierungen erworben und teste dabei auch gleich verschiedene Perspektiven. Vielleicht finde ich ja doch noch einen Stammplatz in der Staatsoper, auf dem ich gut gucken kann, ohne arm zu werden.

Zuvor noch einmal zurück zur Peri, eine Szene hat mich im Nachgang noch länger beschäftigt: Wie wenig glücklich und irritiert die Peri schien, nachdem sie zurück in den Himmel durfte, dort aber zwischen die plötzlich chorschwarz gekleideten, flügellosen Engel buchstäblich in Reih und Glied gezwängt wurde! Der Text dazu:

O ewige Freud‘, mein Werk ist getan,
Die Pforte geöffnet zum Himmel hinan,
Wie selig, o Wonne, wie selig bin ich!

Dass ich die Hintergründe dieses Störgefühls im Nachgespräch hätte erfragen können, fiel mir bedauerlicherweise erst am nächsten Tag ein. Ob „Das Paradies und die Peri“ wieder aufgenommen wird, wusste man dort übrigens noch nicht zu sagen, von der künftigen Besetzung ganz zu schweigen. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich diese Inszenierung nicht ohne Vera-Lotte Boecker und Kai Kluge sehen möchte. Genauso wenig, wie ich Marthalers „Lulu“ ohne Barbara Hannigan und Veronika Eberle hätte sehen wollen. Wer sich nachträglich einen eigenen Eindruck verschaffen will, kann das bei arte CONCERT tun: Die Premiere von „Das Paradies und die Peri“ ist noch bis zum 26. Dezember 2025 in der Mediathek verfügbar.

Was ist also das Fazit? Alles neu, alles super? Nicht ganz. Manche alte Zöpfe halten sich hartnäckig.

So saß ich neben einem älteren Paar, dass meinen Einzelplatz (über den ich mich bei meiner kurzfristigen Buchung sehr gefreut hatte), ursprünglich für eine verhinderte Bekannte reserviert und zurückgegeben hatte. Wir kamen kurz ins Gespräch, bei dem der Mann sich zu dem Kommentar hinreißen ließ, es sei doch traurig, dass ich niemanden hätte, der mit mir in die Oper ginge. Das ist mir selbst inmitten konservativster Abonnentenpaare in der Laeiszhalle noch nicht passiert (und das will etwas heißen). Diese ganz spezielle Spielart vorsintflutlicher Übergriffigkeit habe ich echt nicht vermisst – solche Typen gibt es wohl nur noch in der Staatsoper.

Außerdem musste ich feststellen, dass Volker Wacker noch immer die „Opernwerkstatt“ moderiert – siehe oben.

Aber man kann schließlich nicht alle Wände auf einmal einreißen. Selbst Tobias Kratzer und sein Team nicht.

Herbstbuntes

Im Sommer kam die Trendwende, aber bis zum Herbst hat es gedauert, bis ich endlich sagen konnte: Es geht mir (wieder) gut!

Weil das keine Selbstverständlichkeit ist und ich mit dem Phänomen bedauerlicherweise alles andere als alleine bin, wird es hier und jetzt ausnahmsweise konkret: Wenn ihr „in einem gewissen Alter“ seid, entweder schleichend oder scheinbar plötzlich gesundheitlich so einiges den Bach runter zu gehen scheint und bei geneigten Zeitgenössinnen als Zugabe die Migräne massiv eskaliert: Sucht euch eine Hausärztin oder Gynäkologin (m/w/d), die sich mit Wechseljahresbeschwerden und deren Behandlung auskennt. Und zwar wirklich auskennt, im Sinne von: Wenn eine Strategie nicht funktioniert, wird nicht mit den Schultern gezuckt, sondern eine andere ausprobiert. Das ist nicht so einfach, ich weiß. Aber es kann den Unterschied zwischen „körperlich/mental wieder fit“ und „lebensunfroh und (nahezu) arbeitsunfähig“ ausmachen.

Soweit dazu.

September

Der September begann mit einem Werkstattkonzert in der Klangmanufaktur, welches bei mir ohne jeden Nachhall verpuffte. Nicht wegen schlechter Tagesform, das Trio bestehend aus Violine, Cello und Flügel hat mich einfach nicht berührt. Kann passieren.

Zur Langen Nacht der Literatur Hamburg hatte ich mir eine Lesung von Burghart Klaußner in der Freien Akademie der Künste Hamburg ausgesucht. Zum einen, weil ich Burghart Klaußner mag und zum anderen, weil ich noch nie im Gebäude der Freien Akadamie der Künste Hamburg war. Klaußner las aus „Ich und die anderen“, den Erinnerungen des Literaturkritikers, Journalisten (FAZ, DIE ZEIT) und ehemaligen Akademie-Präsidenten Ulrich Greiner. Außerdem plauderten die beiden über Greiners Karriere, das Schreiben – was ich bis dahin nicht wusste: Klaußner hat selbst bereits ein Buch veröffentlicht und versucht sich zurzeit an seinen eigenen Memoiren – sowie über dies und das. Die ehemalige Kollegin, die ich zufällig vor Ort antraf, fand, dass sei doch ein recht eitles Geplauder zweier alter, weißer Männer gewesen. Ganz unrecht hatte sie nicht, vor allem Greiner gab sich auf tendenziell unsympathische Art und Weise selbstgefällig (das Wort „standesbewusst“ kam mir in den Sinn). Allein das Buch „Ich und die anderen“ zu betiteln ist ja für sich genommen schon erhellend. Ich fühlte mich trotzdem gut unterhalten. Schon weil Burghart Klaußner einfach ein phantastischer Vorleser ist.

Dem Inhalt und Format entsprechend völlig anders, aber ebenfalls hervorragend war der Vortrag von Joachim Król im Rahmen des Harbour Front Literaturfestival: Unter dem Titel „Momentum – Ein Roger Willemsen Abend“ präsentierte er im Kleinen Saal der Elbphilharmonie die im gleichnamigen Buch erschienenen kurzen und sehr kurzen Texte des 2016 verstorbenen Publizisten, Moderators und Filmproduzenten, der in diesem Jahr 70 Jahre alt geworden wäre. Die mit den Textpassagen eng verwobenen musikalischen Parts besorgten – auch das angemessen hochklassig – Franziska Hölscher (Violine) und Martin Klett (Klavier). Ein gelungenes Gesamtkunstwerk! Wie ich hörte, soll es in Zukunft weitere Termine geben.

Oktober

Semperoper
Semperoper

Die Idee, eines Tages die Semperoper zu besuchen, ist schon viele Jahre alt. Mitte Oktober war es endlich soweit: Mit Schwestern, Schwager und Mutter ging es in die Neuinszenierung des „Falstaff“, der letzten Oper von Giuseppe Verdi. Regisseur Damiano Michieletto hatte den Stoff in die jüngere Vergangenheit transferiert und aus der Titelfigur einen abgehalfterten Rockstar gemacht.

Nicola Alaimo als Falstaff warf sich vollständig in die Situation (wie die geschätzte Frau Novemberregen es ausdrücken würde), was ganz wesentlich zum Gelingen dieser Übung beitrug. Musikalisch überzeugte die Sächsische Staatskapelle Dresden unter der Leitung ihres neuen Chefdirigenten Daniele Gatti. Dieser, so erfuhren wir im Nachgespräch mit Nicole Chirka (Mrs. Meg Page) und Simeon Esper (Bardolfo), hatte an der Ausgestaltung der Inszenierung keinen unwesentlichen Anteil. Wie Esper, selbst US-Amerikaner, mit einiger Belustigung herausstellte war neben der musikalischen Leitung und der Regie auch die Gestaltung des Bühnenbilds und des Lichts in italienischer Hand, zudem waren fünf der zehn Rollen mit Italienerinnen und Italienern besetzt. Italienische Verhältnisse in Sachsen also – der Produktion hat es jedenfalls gut getan. Mit den meisten zeitgenössischen Operninszenierungen, die ich bisher sah, hatte ich Probleme. Weil es in diesen oft zu drastischen Diskrepanzen zwischen Libretto/Musik und dem Narrativ kommt, welches die jeweilige Inszenierung zu vermitteln sucht. Bei diesem „Falstaff“ hat niemand auch nur versucht, gegen das Stück zu arbeiten. Von dem Ergebnis war sogar der bis dato wenig opernaffine Schwager angetan.

Immer noch schwer geflasht bin ich vom Auftritt des Vokalensembles Tenebrae unter der Leitung von Nigel Short im Großen Saal der Elbphilharmonie, eine von vier Veranstaltungen des Schwerpunkts „Arvo Pärt 90“ (gerne hätte ich sie alle besucht, aber das passte zeitlich leider nicht). Für mich überraschend waren es dann aber gar nicht so sehr die Pärt-Stücke, sondern die Interpretationen der Werke von Sir John Taverner und Eric Whitcare, die mich nachhaltig beeindruckten. Das große Finale bildete „Spem in alium“ von Thomas Tallis mit der Prelude „Nulla est finis“ von Unsuk Chin und nicht nur zu dieser Gelegenheit bespielten Tenebrae auch den Raum: Der Chor teilte sich in verschiedene Gruppen auf, von denen einige sich im Zuschauerraum platzierten. In vielen Momenten des Abends hätte ich mir die Atmosphäre und Akustik einer Kirche gewünscht. Andererseits betonte der vielfach als trocken gescholtene Große Elphi-Saal die Präzision des Vortrags. Da kann halt niemand ungestraft schummeln. Oder, wie Mengguang Huang es auf „bachtrack“ formulierte: „When Tallis’ forty-part monument finally rose from this sonic mist, it felt immense yet transparent within the crystalline acoustics of the Elbphilharmonie – an experience with rare structural clarity, unattainable in the resonant haze of normal cathedrals.“

Zum Abschluss des Monats hatte ich ein weiteres „Blind Date“ im Kleinen Saal der Elbphilharmonie, das sich als argentinischer Tango mit dem Sónico Tango Orchestra entpuppte. Dargeboten wurden Kompositionen und Arrangements von Eduardo Rovira und Astor Piazzolla, in der ersten Hälfte zu siebt und in der zweiten als Oktet mit zwei Bandoneon-Spielern. Das Ensemble ist in Brüssel beheimatet, wobei unter den Mitgliedern nur ein Belgier ist (Ivo De Greef am Flügel). Der Rest stammt aus den USA, Spanien, Frankreich und – zumindest ursprünglich – Argentinien.

Und sonst so

Ich war außerdem zum ersten Mal in der Sammlung Falckenberg (zum Tag des offenen Denkmals) und es wird bestimmt nicht das letzte Mal gewesen sein.

Dann staunte ich über Anders Zorn, dem zurzeit eine große Sonderausstellung in der Hamburger Kunsthalle gewidmet ist. Den Bericht darüber muss ich nicht selbst schreiben, sondern kann an Herrn Buddenbohm verweisen, dessen Anmerkungen ich mich voll und ganz anschließe. Mit der Ergänzung, dass nicht nur die Gemälde, sondern besonders die in seinem Beitrag nicht abgebildeten Radierungen Zorns eine Klasse für sich darstellen.

Anders Zorn, Die Kunstsammlerin Isabella Stewart Gardner (1894)
Die Kunstsammlerin Isabella Stewart Gardner (1894)
Anders Zorn, Junge rauchende Frau (ca. 1892)
Junge rauchende Frau (ca. 1892)

Das Kultur- und Musikangebot Dresdens muss ich unbedingt vertiefen und mir bei nächster Gelegenheit vor allem den Kulturpalast näher anschauen. Dieser beherbergt neben der Dresdner Philharmonie die Zentralbibliothek der Sächsischen Bibliotheken Dresden, das Kabaret DIE HERKULESKEULE, das COSMO Wissenschaftsforum und das ZfBK – Zentrum für Baukultur Sachsen. Eine interessante Mischung.

Als Herausforderung entpuppte sich indes die Navigation durch die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Wir besuchten die königlichen Paraderäume Augusts des Starken, das Historische und das Neue Grüne Gewölbe (Residenzschloss) sowie den Mathematisch-Physikalischen Salon (Zwinger). Allerdings haben Zwinger und Residenzschloss unterschiedliche Öffnungszeiten und auf der Webseite wird man diverse Male im Kreis geführt, bevor sich einem erschließt, was wo angeboten wird und welches Ticketmodell zu den eigenen Wünschen passt. Hilfreicher war da ein Faltblatt mit Übersichtskarte, welches ich bei Dresden Information am Hauptbahnhof eingesteckt hatte.

Dresdner Zwinger
Dresdner Zwinger
Automat im Mathematisch-Physikalischen Salon
Automat im Mathematisch-Physikalischen Salon

Merke: Für Manches ist Print immer noch unschlagbar!