(Jahres-/Konzert-)Rückblick 2015

Jahresrückblick? Hm.

2015 war zumindest ein sehr guter Konzerte-Jahrgang. Die besonders erinnerungswürdigen Premieren:

Außerdem, im Rahmen von „le voyage abstrait“ und „Le Moment“ mit Raphaël Marionneau:

Neue Orte:

Die Wiederholten:

Das schönste Konzert:

Der unvergeßliche Konzert-Moment:

  • Nils Frahm spielt „Berduxa“ auf „Una Corda“, freundlicherweise aufgezeichnet von NDR Kultur.

To be continued.

Theater, Theater: „Der Räuber Hotzenplotz“ im Kellertheater Hamburg

Vorhin in „Der Räuber Hotzenplotz“, Kellertheater Hamburg. Erster Auftritt des Räubers.

Zwischenruf Kind 1: „Ich hab eine CD von Dir!“
Zwischenruf Kind 2: „Und ich ein Buch!!“
Zwischenruf Kind 3: „Und ich drei Bücher!!!“
Hotzenplotz: …

Wenn ich geahnt hätte, daß Kindertheater so lustig ist, wär ich längst schon eher mal hingegangen. Ganz großer Spaß!

In Concert: „Panzerkreuzer Potemkin“ mit dem NDR Sinfonieorchester auf Kampnagel

Was ich ja fast unterschlagen hätte: das gestrige (Stumm-)Filmkonzert „Panzerkreuzer Potemkin“ (1925) auf Kampnagel mit dem NDR Sinfonieorchester. Wie immer ganz großes Kino und zudem ein interessanter Kontrast zum spanischen „Blancanieves“ (2012) mit den Hamburger Symphonikern zwei Tage zuvor.

Als nächstes ist wieder die Laeiszhalle dran! Und dann ist es bitte wieder ausverkauft – wo kommen wir denn sonst hin, das geht doch so nicht.

In Concert: Kraftwerk im CCH

Der heutige Abend hat mich ein wenig mit dem CCH versöhnt. Ich hatte vor Jahren geschworen, dort nie wieder ein Konzert zu besuchen – Prädikat: atmosphärisch mangelhaft. Aber heute, beim Kraftwerk 3D-Konzert, gab die Technik alles und das wäre in den meisten anderen Sälen der Stadt vermutlich nicht so reibungslos gelaufen. Dazu der Sound, erstaunlich gut! Überhaupt, das gesamte Programm war akustisch erfreulich entstaubt und diese 3D-Sache hat schon auch was.

Das Allerfaszinierenste an dem Event waren allerdings die Kraftwerkfans. schräg hinter uns saßen beispielsweise zwei schon nicht mehr mittelalt zu nennende Herren in roten Hemden und schwarzen, mit LED-Effekten ausgestatteten Krawatten. Sowas ist echte Leidenschaft; das nimmt mich ja sofort ein.

„We are the Robots – wir sind die Roboter!“

In Concert: Das Yxus Ensemble auf Kampnagel

Daß das YXUS Ensemble nur 167 „Gefällt mir“s auf Facebook hat, ist mir komplett unverständlich. Was sind das für unglaubliche Musiker, jede(r) für sich, aber vor allem miteinander! In der Hauptsache gelockt hatte mich zwar das Stichwort „Arvo Pärt Music“, aber ich habe dem gesamten Programm mit großer Begeisterung zugehört. Was auch für die (wenigen) Stücke galt, mit denen ich musikalisch nicht so viel anfangen konnte.

Schade nur, daß die K2 heute abend höchstens zur Hälfte gefüllt war.

November

Ich stehe am Brunnen der Michelwiese und lausche mit einem halben Ohr der englischsprachigen Stadtführung. Im Sommer sitzen oft zwanzig Leute und mehr auf den Stufen unter den Bäumen und der Guide erzählt Störtebekers Ende als Mitmachtheater. Heute sind es immerhin noch drei Zuhörer, aber die Führung findet im Stehen statt, des feuchten Untergrunds wegen.

Ain't no sunshine

Der Sturm der letzten Tage hat das Weinlaub abgeräumt und die Trauben freigelegt. Auf der Wiese sitzt jetzt niemand mehr, die Mittagspäusler hasten mit hochgezogenen Krägen über den Platz und die Gassigeher halten ihre Hunde kurz.

Ich gehe ganz langsam einmal um den stillgelegten Brunnen herum und denke: Frühling, Sommer, Herbst & Winter.

Ain’t no sunshine.

In Concert: David August & Ensemble auf Kampnagel

Wirklich nichts, aber auch gar nichts gegen Kampnagel, aber: David Augusts „Prolog“ ist defintiv kein Sitzkonzert. Das klappte zwar seinerzeit im Planetarium, aber da gab’s ja auch Sterne dazu. Ohne visuelle Ablenkung hingegen gehen diese Töne direkt ins Tanzzentrum und deswegen wären ein paar Stuhlreihen weniger in der K6 heute abend wohl ganz sinnvoll gewesen.

Wobei diesem Mann und seinem Ensemble zuzuhören auch spannend ist. Es soll ja sogar Menschen geben, die beides zugleich können!

In Concert: Lambert auf Kampnagel

Mein Start in den Lambert-Konzertabend war etwas holprig, flatterte mir doch das schon vor Wochen erworbene Ticket auf dem Hinweg per Fahrrad aus der Manteltasche. Aber alles wurde gut, denn Internet ist super und Kampnagel sowieso.

Zur Hauptsache: Ich hatte mich auf überwiegend zartleise Klaviermusik in einer tendenziell mysteriösen Atmosphäre eingestellt. Womit ich nicht gerechnet hatte: vier große Spielkinder, eine Tuba – überhaupt, Bläser! – und viel Gelächter. Das war im besten Sinne unterhaltsam, gerade auch musikalisch.

Und morgen spiele ich ein paar Dutzend „H“s, den Aufruf des Bundesamts für Notenschutz zu unterstützen.