Musik liegt in der Luft

Hamburg-Winterhude. Hinter dem Planetarium zerparkt Mousse T. den gerade erst frisch wieder angewachsenen Grünstreifen. Zugegeben, es ist eine schicke Karre – Maserati hat häßlichere Autos gebaut – und der Mann ist in guter (bzw. schlechter) Gesellschaft, wie die zahlreichen Reifenspuren beweisen. Dennoch, nicht sehr gentlemanlike, Herr von und zu! So weit ist der Parkplatz nicht entfernt. Und wer keinen Fahrer hat, darf ruhig auch mal ein paar Schritte zu Fuß laufen.

"DJ, wir wissen, wo Dein Auto steht!"
„DJ, wir wissen, wo Dein Auto steht!“

Damit beende ich die Lästerei, sonst macht es morgen abend am Ende noch „Meeep!“ bei der Ticketkontrolle und ich werde nicht reingelassen. Das wäre fatal, immerhin steht das erste Mousse T./Schiller/Marionneau nach 3 1/2 Jahren an. Ich schmunzele immer noch ein bißchen über die Veranstaltungsankündigung von heute morgen, die mir die Facebook-App ungefragt aus dem Französischen übersetzte: „T-Schaum./Schiller/Marionneau“. Immer, wenn ich glaube, daß ich endlich alle Automatismen abgestellt habe, die mir den Newsfeed versauen, denken sich Zuckerbergs Schergen eine neue Finte aus. Wenigstens hat mir diese einen Lacher entlockt.

Auf der anderen Seite des Stadtparks kündigen Fury in the Slaughterhouse einen Konzeptabend an. „30 Jahre Fury, 30 Songs. Ich hoffe, ihr habt Zeit mitgebracht!“ Es erklingt das Intro von „Radio Orchid“. Ich singe die erste Strophe und den Refrain mit, bis ich außer Hörweite bin.

12 von 12 im Juli

Mit der Panasonic-Systemkamera, die ich im letzten Jahr gekauft habe, bin ich leider nie so richtig warm geworden. Also verkaufte ich sie kurz entschlossen wieder und bestellte mir eine Nachfolgerin. Die neue X-T20 von Fujifilm sollte es werden. Auf die Idee sind dummerweise viele, viele andere Menschen auch gekommen, weswegen es zurzeit massive Lieferprobleme gibt. Ich warte jetzt schon über vier Wochen und da zeitgleich meine alte Spiegelreflex den Dienst quittierte, mußte ich auch schon das letzte „12 von 12“ größtenteils mit der Handyknipse improvisieren. Was bei ordentlichem Sommerwetter wenig problematisch ist.

Hamburger Sommer
Hamburger Sommer

Nur ist damit heute wohl nicht zu rechnen.

Capitalism
Capitalism

Auf dem Weg zur Arbeit. An der großen Kreuzung hängt eine Gipfelhinterlassenschaft. Ich spare mir jeden Kommentar dazu.

Wahlkampf
Wahlkampf

Selbst wenn man alle einschlägigen Medienkanäle meidet, kommt man in Hamburg nicht darum herum, daß Wahlkampfzeit ist. In Barmbek bietet Johannes Kahrs (SPD) eine politische Kanalfahrt an, in der Neustadt lädt Farid Müller (Grüne) zum Kaffeetrinken. „Auch älter geworden“, denke ich beim Anblick seines Konterfeis. Je nun, es geht den Menschen wie den Leuten.

Tagesform
Tagesform

Das ist mein Büroschlüssel und außerdem ein treffliches Symbolfoto für meine aktuelle und leider bloguntaugliche Arbeitssituation. Ich habe früher nicht verstanden, warum manche Blogger nahezu wahnsinnig werden, wenn sie über Dinge nicht öffentlich schreiben können. Inzwischen kann ich das sehr gut nachvollziehen.

Budni-Tasche
Budni-Tasche

Die Mittagspause nutze ich zum Einkaufen. Das ist die kleine Recycling-Tasche von Budni. Extrem praktisch und hübsch ist das aktuelle Design obendrein. Das Vorgänger-Modell mit der Aufschrift „beautybox“ war ja nicht so meins.

Alsterschwan

An der Kleinen Alster läuft das Geschäft für die Schwäne wetterbedingt eher schleppend.

Yet another Gerüstaufbau
Yet another Gerüstaufbau

In Hamburg ist nach dem (Groß-)Event immer auch vor dem (Groß-)Event. Kaum ist der Gipfelspuk vorbei, droht am kommenden Wochenende schon wieder ein Triathlon und der Schlagermove.

Feierabend

Feierabend. (Uff.)

Schnell die Laufschuhe an und ab in den Stadtpark, bevor die nächste Dusche von oben kommt. Wenn mich auf der Strecke ein Schauer erwischt, stört mich das wenig. Aber im Regen loszulaufen find ich blöd.

Blau!
Blau!

Unterwegs geschieht das Wunder: Der Himmel reißt auf, die Sonne kommt durch. Hurra!

Gib mir den Rest
Gib mir den Rest

Fundstück auf dem Rückweg. Da ist wohl etwas gründlich schiefgelaufen.

Harzfeuer
Harzfeuer

Im Balkongarten ist die Dschungelphase mittlerweile in vollem Gange.

Buddenbrooks
Buddenbrooks

Mein Lübeck-Ausflug am Wochenende hatte Spätfolgen. Der Einband dieser ausnehmend schöne Sonderausgabe (für nur 14,00 Euro!) ist dem der ersten einbändigen Ausgabe aus dem Jahr 1903 nachempfunden. Die „Buddenbrooks“ waren 1901 zunächst in zwei Bänden erschienen, des voluminösen Umfangs wegen. Aus der Entstehungsgeschichte ist ein Briefwechsel zwischen Autor Thomas Mann und Verleger S. Fischer erhalten, der in der Dauerausstellung des Buddenbrookhauses Erwähnung findet. Meine Lieblingspassage daraus:

Glauben Sie, dass es Ihnen möglich ist, Ihr Werk um etwa die Hälfte zu kürzen, so finden Sie mich im Prinzip sehr geneigt, Ihr Buch zu verlegen. Ein Roman von 65 eng geschriebenen Bogen ist für unser heutiges Leben fast eine Unmöglichkeit; ich glaube nicht, ob sich viele Menschen finden, die Zeit und Conzentrationslust haben, um ein Romanwerk in diesem Umfange in sich aufzunehmen.

S. Fischer an Thomas Mann, 26. 10. 1900

Man beachte das Datum. Ich bin sehr gespannt, ob ich die Conzentrationslust aufbringen kann, das Buch komplett zu lesen. Heute abend wird das allerdings nichts mehr. Was jetzt noch geht: Kochen, essen, bloggen, Bett. Fertig.

Fortsetzung folgt (im August).


„12 von 12“ ist ein Fotoprojekt für Blogger, wobei es mittlerweile auch viele Mitstreiter ohne Blog auf Twitter und Instagram gibt. Die gemeldeten Blogeinträge des heutigen Tages werden hier gesammelt.

Ein Wochenendausflug nach Lübeck (und Travemünde)

Als ich irgendwann im letzten Jahr erfuhr, daß der G20-Gipfel in Hamburg stattfinden und es dort möglicherweise zum ersten Auftritt Donald Trumps in Deutschland kommen würde, war ich wild entschlossen, mich in die Demonstrantenschar einzureihen. Von der Mehrzahl der offenbar unvermeidlichen Aktionen latent militanter Globalisierungsgegner hielt und halte ich zwar wenig (vom sogenannten Schwarzen Block ganz zu schweigen). Aber die Teilnahme an friedlichem, buntem und dabei entschlossenem Protest, mindestens gegen den 45. Präsidenten der USA und seine Politik, erschien mir als unverzichtbarer Beitrag zur Staatsbürgerpflicht.

Je näher das Datum rückte, desto mehr schwand jedoch meine Energie. Das ist vor allem einer seit Monaten andauernden, sich stetig weiter verschärfenden beruflichen Hängepartie geschuldet. Als ich mir schließlich einen Konzerttermin aus dem Programm des Schleswig-Holstein Musik Festivals in der Musik- und Kongreßhalle zu Lübeck aussuchte und erst im Nachhinein bemerkte, daß es sich bei dem fraglichen Datum ausgerechnet um das Gipfelwochenende handelte, nahm ich das als Wink mit dem Zaunpfahl. Ich suchte mir eine Übernachtungsgelegenheit und flüchtete ab Freitag mittag vor Chaos, sinnbefreiter Zerstörungswut und Helikopterlärm gen Norden.

Hübsche Giebel
Hübsche Giebel

Lübeck, so stellte ich dabei zum wiederholten Male fest, ist eine Reise wert. Die Highlights der meinen:

Eis-Pavillon am Holstentor
Offiziell ist es zwar kein Softeis, aber es sieht wie welches aus und schmeckt auch so, nämlich sehr cremig. Die Knuspertüte mit allen drei Sorten – ganz klassisch: Schoko, Vanille, Erdbeer – plus Streusel kostet 1,50 Euro. Mjam.

Niederegger
Kaufen mußte ich da nichts, denn wer in Hamburg wohnt, muß fürs Niederegger-Marzipan nicht nach Lübeck fahren. Dennoch, es lohnt allein wegen der Atmosphäre. Wenn der Laden nicht gerade bis unters Dach voll ist mit Reisegruppen und Kreuzfahrttouristen.

St. Marien
Touristisch gut erschlossen und sehr beeindruckend, nicht zuletzt durch die als Mahnmal in der ehemaligen Schinkel-Kapelle ausgestellten Reste zweier Kirchenglocken. Sie waren bei einem am Palmsonntag 1942 durch Bombenangriffe ausgelösten Brand in den Südturm gestürzt und geborsten.
Unter anderem ist ein Kunstwerk von Günther Uecker zu sehen, Dietrich Buxtehude liegt dort begraben und dann ist da noch die Sache mit der Steinmaus. Eine freundliche Dame erklärte mir auf Nachfrage, daß die Maus unter Wandergesellen früher als eine Art Geocache galt. Wer wußte, wo sie zu finden ist, konnte so beweisen, in Lübeck gewesen zu sein.

Miera
Ein klein wenig teurer, dafür aber keine Touristenfalle bei leckerstem Essen.
Ich bin ansonsten hemmungslos als Einzelkämpferin unterwegs, vorzugsweise bei Konzerten, aber ich gehe nur ungern allein essen. Es ist mir einfach zu langweilig. Im Miera war das kein Problem: Da das Wetter es erlaubte, setzte ich mich an einen der Straßentische und wurde bestens unterhalten. Augenscheinlich handelt es sich bei der Örtlichkeit um einen Treffpunkt der Lübecker Bussi-Gesellschaft. Höhepunkt des Schaulaufens: Ein Autofahrer, Typ alternder Dandy, brummte im Schritttempo an dem Laden vorbei, hielt vor dem Eingang an, streckte für einen Moment suchend den Kopf aus dem Fenster und fuhr weiter. Aus der Anlage des Fahrzeugs erschallte dazu die sonore Stimme von Barry White.

Miera
Miera

Mein kurzes, aber schallendes Gelächter wurde von den Umsitzenden mit leichter Irritation quittiert.

Buddenbrookhaus
Ja, doch, das mußte. Und es lohnt sich. Bisher habe ich ständig die Namen der Geschwister, Kinder und Kindeskinder von Thomas Mann durcheinandergekriegt. Kein Wunder bei der Weitläufigkeit der Familie. Das passiert mir nach dem zweitstündigen Aufenthalt in Dauer- und Sonderausstellung künftig nicht mehr. Sehr schön sind auch die beiden als begehbarer Roman zurechtgemachten Buddenbrook-Zimmer im zweiten Stock.

Buddenbrookhaus
Buddenbrookhaus

Im Museumsshop gibt es Bücher, Hörbucher, DVDs und einige hübsche, leckere und praktische Dinge bei erfreulich wenig Kitsch zu kaufen. Neben einer großen Auswahl an Primär- und Sekundärliteratur von den und über die Manns lagen übrigens auch Titel wie „Mein schwarzer Hund“ von Matthew Johnstone in den Regalen. Das ist geschickt plaziert und keineswegs ohne Bezug wenn man bedenkt, wie viele Familienmitglieder durch Selbstmord aus dem Leben gegangen sind.

St. Jakobi
Ein Pflichttermin schon aus nautischen Gründen.
An der prachtvollen großen historischen Orgel sind mir die Gesichter auf einigen der Orgelpfeifen aufgefallen. Was es damit auf sich hat, konnte ich leider nicht ausfindig machen und auch die Webseite schweigt sich dazu aus. Man rennt überhaupt ein wenig orientierungslos durch das Gebäude; es fehlt an Hinweisen vor Ort. Diesbezüglich schneidet St. Marien deutlich besser ab.

Hüxstraßenfest
Bunt und fröhlich und voll. Fischbrötchen bei Krützfeld (No. 23) gegessen und erwartungsgemäß bei MaKULaTUR hängengeblieben.

Hüxstraßenfest
Hüxstraßenfest

Lübecker Schulgarten
Die botanische Oase am Wakenitzufer. Der perfekte Kontrast nach dem Trubel der Altstadt an einem Samstagnachmittag. Mit Café!

Im Schulgarten
Im Schulgarten

Gänge und Höfe
Da gibt es noch viele, viele mehr als die auf der Webseite der Stadt Lübeck gelisteten Beispiele. Man sollte beim Erforschen allerdings stets beachten, daß dort Leute wohnen und man im Zweifel Privatgelände betritt.

Glandorps Hof
Glandorps Hof

Travemünde
An einem sonnigen Sonntag nehme man den Zug gegen halb 11 eintreffend, wenn möglich früher, und trete spätestens um kurz nach halb 4 auf gleichem Wege den Rückzug an. Dann klappt’s auch mit der Erholung.

Ruhe vor dem Sturm
Ruhe vor dem Sturm
Seebrücke
Seebrücke
Steilküste (unten)
Steilküste (unten)
Steilküste (oben)
Steilküste (oben)
Hic sunt Dracones
Hic sunt Dracones

Nicht geschafft habe ich (das Wetter war zu gut):

In letzterem bin ich zwar schon einmal gewesen, aber das ist über 15 Jahre her und ich kann mich gerade noch erinnern, wie fasziniert ich davon war. Außerdem läuft momentan eine Sonderausstellung über das Figurentheater und Paul Maar („Sams & Co. im Rampenlicht“). Es werden sogar Führungen mit dem Sams und Herrn Taschenbier angeboten.


Durch sachdienliche Hinweise haben zum Gelingen des Projekts „Gipfelflucht“ beigetragen: ellipsefeine_bildstoerung, HansW_MetzgerKellerblume, LButcherMaximilian, whiff_of_hh und nicht zuletzt Anja, meine zauberhafte Airbnb-Gastgeberin. Vielen Dank euch allen!

12 von 12 im Juni

Diesen Monat habe ich es endlich wieder geschafft! Es sind zwölf Bilder für den Juni zusammengekommen.

Ein stinknormaler Montag: Weckerklingeln – wie meistens gefühlt viel zu früh -, Aufstehen, Dusche, Frühstück, Arbeitsweg.

Die S-Bahn-Haltestelle und die angrenzende Straße bilden momentan eine riesige Baustelle, die der Nachbarschaft bis weit ins nächste Jahr erhalten bleiben wird. Einige Mitmenschen nutzen die Situation zu Kommunikationszwecken, wie dieses zauberhafte Beispiel an der Hilfstreppe zu den Gleisen beweist.

Dialog
Dialog

An der Ausstiegsstation bewirbt das Archäologische Museum die neueste Sonderausstellung. Der Zusammenhang zwischen Archäologie und den „Mom-Enten der Weltgeschichte“ ist mir zwar nicht ganz klar, aber sei’s drum. Sieht nach Spaß aus.

Duckomenta
Duckomenta

Für den späteren Tagesverlauf ist fieses Wetter angesagt. Davon ist am Himmel noch nichts zu sehen.

Himmelsblau an Rotklinker
Himmelsblau an Rotklinker

Vorm Büro steht der Eierlieferant, der regelmäßig das gegenüberliegende Hotel anfährt. Ob da wohl alles heil geblieben ist?

Alle Größen
Alle Größen

Im Büro warten die Seekarten. Vor allem aber die Kunden. Bis zum Mittag bleibt keine Zeit für (weitere) Fotos.

D 48
D 48

In der Pause habe ich einen Termin bei der Bank. Da hat am Samstag eine kuriose Überraschung im Briefkasten gelegen, die der Klärung bedarf. Ich bin sehr gespannt, was dabei herauskommt.

Wenn's um Geld geht
„Wenn’s um Geld geht…“

Auf dem Rückweg laufe ich an der Schlange vor dem Ticketshop des Hamburger Abendblatts vorbei. Um 10 Uhr hatte der Vorverkauf für die Saison 2017/18 begonnen. Der ungebrochene Run auf die Elbphilharmonie-Tickets sorgt offenbar auch stationär für lahmende Systeme.

Elphi-Schlange
Elphi-Schlange

Ein paar Meter weiter hat die Litfaßsäule heute leider keine Veranstaltungstipps für mich. Montag halt.

Reset
Reset

Derweil wird am Steigenberger mal wieder gefilmt. Die Hamburger Neustadt ist als Location sehr beliebt, nicht nur bei der Crew des „Großstadtreviers“.

Filmreif
Filmreif

Der Rest des Arbeitstages vergeht wie im Flug. Auf dem Nachhauseweg versuche ich, den Krimifaden weiterzuspinnen. Es gelingt mir nur mäßig.

With No One As Witness
With No One As Witness

Da die S-Bahn nicht wollte, bin ich kurzfristig auf die U-Bahn umgestiegen. Das bedeutet ab dem Bahnhof Barmbek entweder zwei Stationen mit dem Bus oder einen rund zehnminütigen Fußweg. Ich entscheide mich für letzteres. Dabei fällt mir ein Protestplakat ins Auge.

Stoppt U5
Stoppt U5

Den Ausbau von straßenunabhängigem ÖPNV finde ich zwar grundsätzlich super. Blöd ist nur, daß man so große, langwierige, staubige und mit Lärmbelästigung verbundene Löcher dafür buddeln muß.

Zuhause angekommen mache ich einen kurzen Balkongartencheck. Die Tomaten sind kurz vor dem Stadium, das ich als Dschungelphase bezeichne. Noch kann ich durchs Küchenfenster gucken. Das wird sich bald ändern.

Welcome to the Jungle
Welcome to the Jungle

Der Tag war anstrengend. Der Abend wird entsprechend kurz ausfallen und undokumentiert bleiben.

Fortsetzung folgt (im Juli).


„12 von 12“ ist ein Fotoprojekt für Blogger, wobei es mittlerweile auch viele Mitstreiter ohne Blog auf Twitter und Instagram gibt. Die gemeldeten Blogeinträge des heutigen Tages werden hier gesammelt.

BookCrossing im Plöner Schloßgarten

Wo man ganz unbedingt mal hinfahren sollte: nach Plön. Insbesondere, wenn das alljährliche Picknick im Schloßgarten ansteht.

Noch mehr Bücher
Noch mehr Bücher
Crepes & Coffee (& more)
Crepes & Coffee (& more)
Alle meine Entchen...
Alle meine Entchen…
... fliegen hoch!
… fliegen hoch!
Kann denn Liegen Sünde sein?
Kann denn Liegen Sünde sein?
Melonenmord
Melonenmord

Barmbek bleibt bunt

Liebe Nachbarn, die ihr mit skeptischer Miene am Straßenrand oder in den Fensterrahmen standet und zugeschaut habt: Selbst wenn euch die Demonstrationen wegen „der ganzen Chaoten“ suspekter sind als es der Thor Steinar-Laden in der Fuhlsbütteler Straße 257 ist, lauft bitte trotzdem mit beim nächsten Mal. Denn: Je mehr Menschen mitmachen, desto schneller verschwindet der Laden. Und dann ist auch wieder Ruhe in eurer kleinen Welt. Vorher nicht.

Barmbek bleibt bunt
Barmbek bleibt bunt

Andererseits, die „Lautis“ von heute mögen doch bitte ihren Soundtrack und auch die Lautstärke überdenken. Es mag den einen oder die andere abgeschreckt haben und das ist schließlich so ganz und gar nicht Sinn und Zweck der Übung.

Osterlauf

Heute habe ich es vor den Osterspaziergängern in den Stadtpark geschafft. Am Karfreitag war mir das nicht gelungen, und so wurde ich dank meines immer noch sehr langsamen Lauftempos Zeugin zahlreicher kleinerer (Familien-)Dramen. Eine gewisse Ähnlichkeit mit der tags zuvor vom Fräulein Read On berichteten Gründonnerstags-Szenerie war nicht von der Hand zu weisen. Ein klein wenig Schadenfreude erzeugt solches bei mir ebenfalls, ja, doch, ich gebe es zu. Aber vor allem: Erleichterung. Das ist nicht mein Problem, jenes auch nicht, und das da drüben erst recht nicht. Vielleicht nicht sehr nett von mir. Aber manchmal muß das sein.

Jetzt ist alles ruhig. Vereinzelte Gassigeher wechseln sich mit Joggern und Walkern ab. Noch eine Stunde, vielleicht auch nur eine halbe, dann kommen die Flaneure. Am Modellboot-Becken sitzen zwei ältere Herren, sich lebhaft unterhaltend. Einer von beiden steuert einen Zweimastgaffelschoner, seine Hände und die Fernsteuerung sind mit einer wasserdichten Hülle bedeckt. Vom weiten sieht es aus, als trage er einen Muff.

Das Stadtparksee-Schwanenpaar steht augenscheinlich sehr gut im Futter, möglicherweise als Nebenwirkung des verlängerten Winterquartiers. Der Schwanenmann wagt sich dennoch weit aus dem Wasser, bis über den Weg und zur Bank, der raschelnden Brottüte entgegen.

Auf dem gesamten Gelände grünt und blüht es derzeit um die Wette. Dennoch fällt an einer Stelle ein gänzlich anderes Bunt ins Auge.

Love is on the egg
Love is on the egg
Das Haiop-Ei
Das Haiop-Ei

Die Haiopeis als Ostermotiv sind mir zwar neu, aber nun. Jeder wie er mag.

Frohe Ostern!
Frohe Ostern!