Die Schwanenfreundbriefe (7): Post an den Schwanenvater

Am Bürgertelefon.

Freundliche Dame: „Guten Tag, mein Name ist Frau Xyz, was kann ich für Sie tun?“
Susanne: „Guten Tag, mein Name ist Susanne Dirkwinkel. Sagen Sie, hat der Schwanenvater eigentlich eine E-Mail-Adresse?“
Freundliche Dame (perplex): „Der wer?“
Susanne: „Der Schwanenvater. Amt für Schwanenwesen.“
Freundliche Dame (skeptisch): „So etwas gibt es!? Verzeihen Sie, ich komme nicht aus Hamburg.“
Susanne (entrüstet): „Starkes Stück! Ja, so etwas gibt es. Gehört zum Bezirksamt Nord.“
Freundliche Dame: „Ach, warten Sie, ist das der, der immer die Schwäne einsammelt im Winter?“
Susanne: „Genau der!“
Freundliche Dame (sucht): „Ist das der Herr Nieß? Die E-Mail-Adresse kann ich Ihnen von hier aus leider nicht kommunizieren, die enthält nämlich den Vornamen.“
Susanne: „Daß der Olaf heißt, weiß hier auch jeder. Sein Vater heißt übrigens Harald, der hat das vor ihm gemacht.“
Freundliche Dame (lachend): „Also, die Adresse setzt sich wie folgt zusammen: vorname.nachname@hamburg-…“


Der Schwanenfreund hat insgesamt 21 Briefe geschrieben. Sie waren für den Herrn bestimmt, dem er seine Existenz verdankt. Gerade weil sie ihren Zweck verfehlten, sollen einige von ihnen hier zu neuen Ehren kommen.

Aus nachvollziehbaren Gründen habe ich nicht nur Namen unkenntlich gemacht, sondern auch einige Passagen gestrichen, gekürzt und/oder leicht verändert.